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Gartenpraxis

Winterschlaf für unsere mexikanischen Schönheiten – Die Dahlien

Dahlien sind dankbare, ausdauernde Sommer- und Herbstblüher und pflegeleichte Gartenpflanzen. Da sie ursprünglich aus Mexiko stammen, sind sie in unseren Breitengraden nicht ausreichend winterhart. Deshalb werden die Knollen nach den ersten Nachtfrösten, wenn die Blätter der Dahlien abgestorben, also Blätter und Stiele schwarz und trocken sind, ausgegraben und frostfrei überwintert. Biogärtner Karl Ploberger zeigt uns heute wie das Überwintern von Dahlien professionell gemacht wird, damit uns die mexikanischen Schönheiten im kommenden Jahr wieder mit ihrer reichen Blüte erfreuen.

Bevor der erste Bodenfrost kommt, wird rund um den Wurzelstock die Erde gelockert und anschließend der Wurzelstock behutsam aus der Erde gelöst. Die Knollen werden vorsichtig von groben Erdresten befreit (nicht gewaschen!), die Knospen für das nächste Jahr sind nämlich schon zwischen Stängel und Wurzel am Wurzelhals angelegt. Vertrocknete, beschädigte oder angefaulte Knollen werden aussortiert, kleinere Wunden können mit einem scharfen, sauberen Messer ausgeschnitten und die Schnittstellen mit Holzkohlepulver desinfiziert werden. Die Dahlienknollen werden noch zwei Tage an einer trockenen, schattigen und luftigen Stelle zum Trocknen gelagert. Dann werden unbeschädigte und ausgeschnittene Knollen separat, um einer möglichen Ansteckung durch Fäulniserreger vorzubeugen,  in mit Zeitungspapier ausgelegte Holzkisten gegeben. Die Kisten sollten mit dem jeweiligen Sortennamen etikettiert werden. In Lagerräumen mit hoher Luftfeuchtigkeit werden die Knollen mit Sägespänen bedeckt, in sehr trockenen Lagerräumen werden die Dahlien in leicht angefeuchtetem Sand eingeschlagen. Kühl, dunkel, trocken und mäusesicher lagern die Dahlienknollen dann bis die Eisheiligen vorbei sind. Einmal pro Monat sollte kontrolliert und bei Bedarf, z.B. angefaulte Knollen, aussortiert werden.