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Gartenpraxis

Frühlingsvorsorge: Blumenzwiebel legen - und kunterbunt ins Frühjahr starten

Biogärtner Karl Ploberger denkt jetzt schon an den Frühling und zeigt verschiedene Methoden, wie Blumenzwiebel - von Traubenhyazinthen und Krokussen bis zu Tulpen und Narzissen - jetzt für eine kunterbunte Blütenpracht im kommenden Gartenjahr richtig gepflanzt werden. Sie bringen nicht nur die ersten Farbtupfer in den Garten, sondern sind auch wichtige Frühjahrsnahrung für blütenbesuchende Insekten. Angelockt von unseren blühenden Schätzen, werden die fleißigen Brummer auch Obstbäume bestäuben und so den wichtigsten Grundstein für eine reiche Ernte legen. Ob im Garten, auf der Terrasse oder dem Balkon, diese Pflanzen sind pflegeleicht und im Hinblick auf den Standort relativ anspruchslos. Wichtig ist für die Pflanzung die Beachtung der folgenden Faustregel: große Zwiebeln mindestens doppelt so tief, kleine Zwiebel etwa dreimal so tief wie die Knolle/Zwiebel hoch ist, einpflanzen. Ist der Mutterboden ein schwerer Boden, lohnt es sich vor der Pflanzung großzügig Sand einzuarbeiten, denn Zwiebel- bzw. Knollenpflanzen vertragen keine Staunässe. Beim Pflanzen können, je nach Pflanzenart, Zwiebelgröße, Boden und Standort, verschiedene Techniken und Werkzeuge zum Einsatz kommen. Pflanzschaufeln eignen sich für lockere humose Erde, z.B. im Blumenbeet, und jede Zwiebelgröße. Der Spaten wird für große Zwiebel/Knollen (z.B. Riesenlauch, Lilien, Kaiserkrone), gruppierte Pflanzung oder Blumeninseln im Rasen benötigt. Der praktische Zwiebelpflanzer eignet sich besonders für dichte Böden, unter Hecken und für Einzelpflanzung im Rasen. Bei der Planung lohnt es sich aus der breiten Palette von Frühjahrs-, Sommer- und Herbstblühern ein Ensemble zusammenzustellen, dann hat man das ganze Jahr über herrliche Akzente im Garten verteilt. Ungefüllte Blüten haben im Naturgarten stets Vorrang, denn gefüllte bieten den Insekten keinen Mehrwert.