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Gartenpraxis

Zimmerpflanzen

Viele Zimmerpflanzen kommen aus den Tropen und sind eigentlich ganz gut an die klimatischen Verhältnisse in den Räumen angepasst aber die trockene Heizungsluft und zu hohe Temperaturen wirken wie ein Wüstenklima. Zusammen mit Lichtmangel macht das den Pflanzen zu schaffen. Krankheiten und Schädlinge sind die Folge.

Allerdings verbessern Zimmerpflanzen deutlich das Raumklima. Denn Philodendron, Sansevierie, Elefantenfuß und Co spenden Sauerstoff, erhöhen die Luftfeuchtigkeit, filtern Schadstoffe und binden Feinstaub. Auch schon rein optisch wirkt das frische Grün positiv auf das Wohlbefinden des Menschen und steigert die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit.

3 von Karl empfohlene pflegeleichte anspruchslose Zimmerpflanzen:

Phalaenopsis
ohne Orchidee geht es nicht: Die meistverkaufte Zimmerpflanze. Alleine in Österreich werden mehrere Millionen Stück pro Jahr verkauft. Extrem robust, weil sie die warmen zentralgeheizten Wohnungen mag. Problem ist oft das Gießen. Wöchentlich 1 x in lauwarmes Wasser tauchen oder unter die Wasserleitung halten. Dann komplett abtropfen lassen. Keine kalte Zugluft!

Zamioculcas
Für alle die vom „grünen Daumen“ nur einmal gehört haben – diese Pflanze verträgt alles. Fast dunkle Bereiche im Zimmer genauso wie ein wochenlanges „Durstigsein“.

Alpenveilchen
Die Cyclame ist dank der neuen Züchtungen in den letzten Jahren wieder extrem populär geworden. Sie hat aber etwas gegen einen zu warmen Standort. Ein kühles Vorhaus, ein Wintergarten – da fühlt sie sich wohl. Verblühtes nicht abschneiden, sondern mit einem schnellen Ruck herausreißen, sonst gibt es Fäulnis.

Pflegetipps für Zimmerpflanzen

  • Pflanzen benötigen viel Licht - sehr viel Licht sogar. Gerade jetzt im Winter ist gibt es eine „Durststrecke“ für alle Zimmerpflanzen.
  • Kälteschock vermeiden, besonders beim Lüften.
  • Regelmäßig gießen – Achtung allzu viel ist ungesund! Es sind schon mehr Pflanzen ertränkt worden als verdurstet! Denn nur wenige Zimmerpflanzen mögen nasse Füße. Daher immer mit dem Daumen die Feuchtigkeit prüfen. Dazu den Finger etwa 1 cm in die Erde stecken. Ist sie trocken dann gehört gegossen. Besonders bei großen Töpfen empfiehlt sich auch ein Feuchtemesser, der in den Topf gesteckt wird.
  • Augen auf: gerade jetzt haben Schildläuse, Spinnmilben und Co. Hochsaison. Klebrige Beläge sind ein Hinweis auf Schildläuse. Schildläuse lassen sich abbürsten und mit einem Tuch abwischen. Man kann auch ölhaltige Pflanzenschutzmittel verwenden. Diese bilden einen dünnen Ölfilm, unter dem die Schildläuse ersticken.