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Der Pflanzenliebhaber

Neben den gestalterischen Akzenten und Strukturen sind es nun im Herbst die letzte Blüten von Herbstastern und Dahlien, der Fruchtschmuck von Mispel, Quitte oder dem exotischen Szechuanpfeffer (Zanthoxylum piperitum), und ganz besonders die herbstliche Laubfärbung von Roteiche (Quercus rubra), Felsenbirne oder dem Urweltmammutbaum (Metasequoia glyptostroboides).

„Das besondere sind die Gartenräume, die wir in diesem Hanggrundstück gebildet haben. Die Sonneneinstrahlung ist vor allem am Abend noch einmal wunderschön. Einerseits fühlt man sich geborgen, andererseits hat man durch die Ausblicke in die Landschaft ein Gefühl von Weite“ beschreibt Stefan die Besonderheit des Gartens.

Eine Leidenschaft von Stefan sind Obstgehölze, auch wenn es ihm die Wühlmäuse nicht immer leicht machen. Von Äpfeln über die im Mostviertel unvermeidlichen Birnen hin zu Kaki und japanischen Pflaumen hat er viele spannende Arten und Sorten ausprobiert. Manches erfolgreich, andere wie etwa die anspruchsvollen Tafelbirnen, die sich mit dem schweren Lehmboden offensichtlich nicht arrangieren konnten, weniger.

Einen ganz speziellen Platz bilden die knorrigen Stämme einiger alter Apfelbäume, die Bauarbeiten weichen mussten und hier aufgestellt und von Wein überwachsen wurden. Unter diesem Rankgerüst haben sogar schon einige Trauungen stattgefunden!

Was für Stefan einen Garten spannend macht, will Karl wissen: „Ein gutes Raum- und Funktionskonzept ist ganz wichtig! Der Garten bleibt viel spannender, wenn man von einem Raum in den nächsten wandeln kann und nicht gleich alles auf einen Blick sieht – fast unabhängig von der Jahreszeit! Der Garten am Bognerhof soll zeigen, wie gerne wir unseren Beruf als Gärtner ausüben und er soll auch vermitteln, dass es schön ist, ein so großes Sortiment an Gartenpflanzen Verfügung zu haben.“

Und das ist ihm mit seinem Garten vollauf gelungen!