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Prächtige Blüten zur Weihnachtszeit – der Ritterstern oder die Amaryllis

Wie Tulpen und Hyazinthen zählen auch die Amaryllis zu den Zwiebelblumen.

Während der Lebenszyklus von Tulpe und Co eine Anpassung an unseren Winter ist, ist der Wechsel zwischen Ruhe- und Wachstumszeiten der Rittersterne eine Anpassung an die Regen- und Trockenzeiten in ihrer subtropischen Heimat. Auf die Blühphase im Winter folgt die Wachstumsphase im Frühling und Sommer. Ab dem Spätsommer beginnt dann die Ruhephase, die bis Anfang Dezember dauert.

Und diesen Wechsel der Jahreszeiten gilt es nachzuahmen, damit der Ritterstern auch bei uns alle Jahre wieder um die Weihnachtszeit seine prächtigen Blüten öffnet.

Ab August lässt man die Blätter eintrocknen, schneidet die trockenen Blätter ab und stellt die Pflanze kühl und dunkel. Nun im November wird die Zwiebel neu gepflanzt.

Dazu benötigt man gute, torffreie Blumenerde und einen Topf, der etwa einen daumenbreit größer als die Zwiebel ist. Die Zwiebel wird so gepflanzt, dass sie maximal bis zu zwei Drittel in die Erde gesetzt wird und etwa zur Hälfte aus der Erde herausschaut. Hat die Pflanze Brutzwiebeln gebildet, kann man diese jetzt abnehmen und zur Vermehrung separat einpflanzen. Die jungen Zwiebeln brauchen allerdings ein paar Jahre, bis sie groß genug sind, um eigene Blütenstiele zu bilden.
Nach dem Pflanzen wird die Erde leicht angefeuchtet und der Topf hell und warm aufgestellt. Sobald der neue Blütenstiel zehn Zentimeter lang ist, gießt man einmal pro Woche, am besten in den Untersetzer. Steht die Pflanze zu feucht, dann verfault die Zwiebel! Auf der Fensterbank ist es ratsam, den Topf alle paar Tage um 180 Grad zu drehen, damit der Blütenstiel sich nicht zu stark zum Licht neigt, sondern gerade emporwächst.

Die verwelkten Blüten schneidet man mitsamt dem Stiel ab. Während der Wachstumsphase im folgenden Frühjahr wird regelmäßig gegossen und gedüngt, bis im August wieder die Ruhephase eingeleitet wird.