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Gartenpraxis

Staudenpflanzung

Stauden sind mehrjährige, krautige Pflanzen. Wer an Stauden denkt, dem fallen vielleicht die Bilder von großartig komponierten Beeten aus Magazinen und Büchern ein, denn blühende Stauden machen einen Garten eigentlich erst zu einem Garten; sie sind aber nicht nur schön anzuschauen sondern sie liefern auch Pollen und Nektar – sprich Nahrung für unzählige Bienen und Schmetterlinge – und diesen Aspekt wollen wir gerade im Naturgarten ganz besonders berücksichtigen.

Damit das Anlegen eines Staudenbeetes gelingt sollte man einige Punkte berücksichtigen:

  • den Boden gut vorbereiten, lockern, Unkraut entfernen und düngen
  • zumindest 3-5 Pflanzen einer Sorte/Art zu einer Gruppe kombinieren; diese Gruppen kann man bei größeren Beeten wiederholen, sie bringen Ruhe in das Beet und überfordern den Betrachter nicht durch zu viel Üppigkeit und Unruhe
  • der Höhe nach abgestuft pflanzen; d.h. niedrige Stauden kommen in den Vordergrund, etwas höhere in die Mitte und den Abschluss bilden hohe, besonders spektakuläre Pflanzen; diese können im Ausnahmefall auch als Solitäre gepflanzt werden, etwa bei Strauchpfingstrosen

Bevor man beginnt, wird ein Pflanzplan erstellt. Der Umriss des Beetes wird dazu grob skizziert und die Bereiche der einzelnen Pflanzen mit Farbe markiert – polsterartige und niedrige Pflanzen nach vorne, spektakuläre und hohe nach hinten

vorne z.B.:

  • Blumendost – Origanum laevigatum `Rosenkuppel`
  • Kissenaster – Aster dumosus `Mittelmeer`
  • Salvia nemorosa `Ostfriesland`

Mitte z.B.:

  • Sedum telephium `Herbstfreude`
  • Stachys monieri `Hummelo`
  • Echinacea purpurea ``Glowing Dream`

Hintergrund z.B.:

  • Centranthus ruber `Albus`
  • Agastache rugosa `Black Adder`
  • Echinops ritro `Veitch´s Bleu`

Der Umfang des Beetes wird festgelegt und der Boden mit Grabgabel oder Hacke  gelockert und Kompost eingearbeitet. Wurzelunkräuter wie Quecke oder Giersch werden gründlich entfernt!

Zur Pflanzung werden die Pflanzen zuerst auf der Fläche verteilt und dann gepflanzt, dabei wird der Ballen wenn er intensiv durchwurzelt ist aufgerissen; zum Abschluss wird ordentlich gewässert und gemulcht

Tipp: Jetzt im Herbst können auch gleich Blumenzwiebel gepflanzt werden!