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Garteln mit Kindern

Gärtnern macht unseren Nachwuchs mit Naturkreisläufen vertraut. Das Aha-Erlebnis wie, wann und wo unser Essen wächst, wie es frisch geerntet schmeckt und was es für unsere Gesundheit bedeutet - diese Lernerfahrungen sind essentiell und lassen Kinder ökologische und ökonomische Zusammenhänge verstehen. Auf diese Weise können sie Verantwortung für den Umgang mit Ressourcen übernehmen, Geduld lernen und sind zu nachhaltigem Denken und Handeln angeregt. Studien zeigen klar, dass die Bereitschaft der Kinder steigt, Obst und Gemüse zu essen, wenn sie es selbst angebaut haben.

Gärtnern im Gemüsebeet

Der Kontakt zu den eigenen Nahrungsmitteln ist heute nicht mehr selbstverständlich. Immer mehr Menschen wollen wissen, woher ihr Gemüse stammt und es selbst anbauen. Hierzu stehen Hochbeete im Schulgarten hoch im Kurs: bei weniger Unkraut- und Schneckenbefall, dafür mehr Wärme für die Pflanzen und gutem Ertrag, lassen sie sich überall aufstellen und ermöglichen bequemes Pflegen und Ernten. Zu beachten ist der höhere Gießbedarf im Vergleich zu einem Erdbeet. Übrigens, auch ohne Garten lässt es sich gut garteln. Mobile Pflanzgefäße für Höfe und Klassenzimmer können für Unterricht oder Nachmittagsgruppen gartenpädagogisch genutzt werden und in den Sommerferien einfach mit nach Hause genommen werden.

Video: Schulgarten im Jahreskreis der Natur – DI Wolfgang Palme

Nur durch aktives Selbertun entsteht ein Verständnis für saisonale Abläufe und jahreszeitliche Rhythmen. Dabei muss auch der Winter als „verlorene Jahreszeit“ ganz neu entdeckt werden, denn viele Gemüsearten sind wesentlich frostfester, als es in unseren Lehrbüchern steht. Ein Plädoyer für Gartenpädagogik im Rahmen der Fachtagung Gartenpädagogik 2017.

Kräuter und Wildkräuter

Kräuter und Wildkräuter regen die Sinne an, sind pflegeleicht, vielseitig verwendbar und schnell haltbar gemacht. Weil einige mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin und Lavendel trockene, magere und sandige Erde lieben, muss hier nur selten gegossen werden – ein klarer Vorteil für die Schulgärtner. Wer sich für eine Kräuterspirale entscheidet, vereint unterschiedliche Standortansprüche, von trocken (oben) bis feuchtigkeitsliebend (unten) und hat so immer das richtige Kraut für die gesunde Jause bei der Hand. Im Gemüsebeet wachsen Kräuter in guter Partnerschaft mit Gemüsepflanzen, wie etwa die Dille neben der Gurke. Wer wenig Platz hat, kann auch Tröge und Blumenkisterl bepflanzen, die über die Sommerferien einfach mit nach Hause genommen werden können. Kräuter und Wildkräuter sind ein Paradies für viele heimische und selten gewordene Insekten und lassen sich in der selbst angelegten Kräuteroase regelmäßig beobachten und bestimmen.

Video: Ein Garten im Gefäß

Wie man einen Topf richtig bepflanzt.

Boden, Düngung und Kompost

Ein gesunder Boden ist die Grundlage für das Gedeihen jeglicher Pflanzen. Ohne intakten Boden sind Pflanzen weniger ertragreich sowie anfälliger für Krankheiten und Schädlinge. Mit Kindern die versteckten Wunder unter unseren Füßen zu entdecken ist faszinierend. Im Komposthaufen nach Tierchen wühlen, Bodenproben untersuchen oder Brühen und Jauchen für die Bodengesundheit herstellen, hier lassen sich natürliche Zusammenhänge besonders gut begreifen.

Video: Die Wurmbox leicht erklärt

Wie funktioniert eine Wurmbox, was darf alles hinein und wie ernte ich den fertigen Wurmhumus?

Schulprogramme auf der GARTEN TULLN

Ein buntes Gartenprogramm für Kindergärten, Schulklassen und Nachmittagsgruppen bieten „Natur im Garten“ und DIE GARTEN TULLN von April bis Oktober.

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