Gänserndorf

CoHousing Siedlung Lebensraum

Das CoHousing Projekt „Lebensraum“ wurde vor mehr als 15 Jahren von Architekt Helmut Deubner gemeinsam mit einer Gruppe von Interessierten initiiert und in den darauf folgenden Jahren umgesetzt. Im Jahr der Fertigstellung wurden die Grünflächen im Nahbereich der Siedlung von Elisa Millonig über das Architekturbüro Deubner geplant und umgesetzt. Das Setzen der Pflanzen erfolgte zusammen mit den BewohnerInnen.

Das Konzept für die Gestaltung und Nutzung des hinteren Grünlands (ca 9.000m²) entstand im Rahmen von Mitgestaltungsprozessen mit den BewohnerInnen gemeinsam. Ab 2005 wurde das Konzept schrittweise gemeinschaftlich umgesetzt und wird laufend erweitert und angepasst.

Zum hinteren Grünland gehören: Kinderspielbereiche, Rodelhügel mit Wildsträuchern, Beachvolleyballplatz, Gemüsegärten, Obstgarten, Wiese, Kompost, Kompostklo, Tipi, Feuerstelle, Fussballfeld, Wilder Hügel, Partyplatz, Hühnerbereich. Die Bewässerung erfolgt über einen Brunnen am Platz.

Alter
Die Anlage wurde 2005 eröffnet.

Pflege
Die BewohnerInnen des Gemeinschaftswohnprojektes „Lebensraum“ pflegen die Anlage selbst

Kultureller und sozialer Wert
Das Projekt ist selbstverwaltet, selbstbestimmt und wird laufend an die Bedürfnisse der NutzerInnen angepasst. Bereits in der Planungsphase bestand die Möglichkeit zur Partizipation. Die gesamte Anlage bietet Platz für das jährlich stattfindende und von Jugendlichen organisierte „Partycipation-Festival“, das im Schnitt von 500 TeilnehmerInnen besucht wird und für alle Altersgruppen ein Programm bietet. Am Gelände finden auch Seminare zu Themen wie Tiefenökologie, Obstbaumschnitt und Ökopädagogik statt. Alle Generationen spielen, arbeiten und nutzen miteinander das Gelände.

Ökologie und Biodiversität
Es werden hier heimische Pflanzen eingesetzt. Das Ineinandergreifen der umliegenden Ökosysteme wird durch durchlässige bzw. nicht vorhandene Begrenzungen zum benachbarten Wald und zum verwilderten Nachbargrundstück ermöglicht.

Es gibt eine Kreislaufwirtschaft durch Kompostierung und durch am Platz und im Wald vorhandenem natürlichen Material und Recycling. Ein benachbarter Betrieb liefert Pferdedung zur Nutzung. Das Fußballfeld wurde ökologisch mit Mykorrhiza, organischem Dünger und eigenem Kompost erneuert.

Anpassung an den Klimawandel
Das Regenwasser versickert zur Gänze am Platz und es gibt keine Versiegelungen. Bewässert wird mit am Platz vorhandenem Brunnenwasser, das aus Regenwasser und Grundwasser besteht. Regelmäßige Bewässerung brauchen nur die Gemüsebeete oder neue Strauchpflanzungen, nach Bedarf die Fußballwiese und die Obstbäume, da das Klima im Marchfeld sehr trocken ist. Der Rest wird nicht bewässert und so können sich nur standortgerechte und heimische Pflanzen durchsetzen, bzw. wurden nur solche verwendet.

Planerin
Teilplanung: DI Elisa Millonig

Auf der Karte


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