Gemeindewebinar Mehr Kühlflächen durch Gebäudebegrünung

(c) Natur im Garten - M. Benes-Oeller

Senkrechte, kahle Wände nehmen in Siedlungsgebieten und Städten viel Raum ein, sind oft unansehnlich, schmutzig und erhitzen sich bei entsprechender Lage zur Sonne stark auf. Das ist mit ein Grund, warum sich die Temperaturen in Städten stark vom Umland abheben.

Wandbegrünungen mit Kletterpflanzen haben viele positive Auswirkungen auf das Klima im Siedlungsraum. Allen voran sind die Beschattung und die Abkühlung durch Verdunstung von Wasser zu nennen. Wie alle anderen Pflanzen auch, geben diese Kletterkünstler Wasserdampf über ihre Blätter ab. Durch diese Verdunstung wird die Hitze in der Stadt abgemildert und die Luftfeuchtigkeit erhöht.

Das dichte Blattwerk verhindert andererseits aber auch, dass sich Mauern durch die Sonneneinstrahlung stark erwärmen und diese Wärme dann nachts abstrahlen. In den Gebäuden macht sich dieser Ausgleich der Temperaturschwankungen an Wänden durch kühlere Innenräume positiv bemerkbar.

Nebenbei verbessern die Pflanzen die Luftqualität, indem sie Feinstaub aus der Luft filtern und Sauerstoff produzieren.

Zum menschlichen Wohlbefinden trägt auch der Schallschutz von begrünten Wänden bei, weil der Schall vom Blattwerk nicht reflektiert, sondern teilweise absorbiert wird.

Letztendlich sind Kletterpflanzen im Gegensatz zu kahlen Betonwänden eine Augenweide, manche Arten wie der Wilde Wein vor allem während der Herbstfärbung des Blattwerks.

Bei unserem Gemeinde-Webinar am Freitag, dem 25. Juni stellen wir Ihnen unterschiedliche Begrünungsmethoden von Dächern und Fassaden vor und zeigen Ihnen was Sie bei diesen Pflanzvorhaben alles berücksichtigen sollten.

Informationen zum Webinar hier.

Auch im zweiten Halbjahr 2021 warten viele spannende Gemeinde–Grünraumwebinare auf Sie. Einen Überblick zu den Themen und zur Anmeldung für das zweite Halbjahr finden Sie hier.

Bernhard Haidler, Natur im Garten

„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333