Ton-Igel als Nützlingshotel

Nützlinge sorgen für biologische Schädlingsregulierung im Garten. So manche Blattlausplage verschwindet dank unserer kleinen Gartenhelfer wie von Zauberhand. Mit geeigneten Nützlingsunterkünften können außerdem wichtige Blütenbestäuber angelockt werden. Der kleine Ton-Igel als Behausung ist eine kreative Form des Nützlingshotels.

Das klassische Nützlingshotel bietet im Wesentlichen geeignete Nistmöglichkeiten für die wild lebenden Verwandten der Honigbiene, beispielsweise für die Mauer- und die Blattschneiderbienen. Aber auch solitär lebende Wespenarten wie die Grabwespen legen ihre Brutröhren in künstlichen Nisthilfen an. Was für die einen ein komfortables Hotel darstellt, ist für die anderen ein reich gedeckter Tisch: Spechte kann man gelegentlich beim Aufpicken der Brutröhren beobachten. Spinnen nutzen das Nützlingshotel als Jagdrevier.

Schritt 1
Bereiten Sie ein etwa 5 x 5 x 5 cm großes, feuchtes Tonstück vor. Kann Ton nicht gleich verarbeitet werden, darf er nicht austrocknen und muss in Plastik eingeschlagen werden.

Schritt 2
Lassen Sie nun Ihrer Kreativität freien Lauf und formen Sie einen Igel.

Schritt 3
Hat der Igel sein Gesicht erhalten, werden in den Igel-Tonbauch mit unterschiedlich dicken Zweigstücken oder Holzstäben Löcher gebohrt. Ein Loch in der Mitte des Igels wird für die spätere Aufhängung komplett durchgebohrt.

Schritt 4
Die Stacheln werden mit Hilfe eines Zahnstochers angedeutet. Nun kann der Igel zum Beispiel in einer Töpferei gebrannt werden. Das hat den Vorteil, dass er wetterfest wird. Ungebrannter Ton eignet sich nur für geschützte Stellen.

Schritt 5
Eine Kordel doppelt legen, die beiden Enden durch das durchgehende Loch führen und am Tonbauch des Igels verknoten. Durch die so entstandene Schlaufe findet der Igel zum Beispiel im Obstbaum Platz.