Tomaten ausgeizen

Paradeiser sind der Inbegriff des Sommers! Rund und saftig hängen bereits viele sonnengereifte Früchte am Stock. Durch das laufende Ausgeizen und die Versorgung mit ausreichend Wasser und Nährstoffen sind sie groß und geschmackvoll geworden.

Jetzt gilt es, bei der Tomatenpflege nicht müde zu werden. Weiterhin wird bis Ende August ausgegeizt und verstärkt gewässert. Ab dann sollten Sie aber den Leittrieb zur Gänze kappen, denn auch gut bestäubte Blüten reifen im Herbst nicht mehr aus. Beide Maßnahmen verhelfen der Pflanze dazu, ihre Kraft gezielt in bestehende Triebe zu leiten. Weniger ist hier mehr. Statt vieler kleinerer Früchte entstehen durch die Reduktion weniger große. Und so wird ausgegeizt:

Schritt 1
Schauen Sie täglich, ob Ihre Paradeiserpflanzen neue Triebe in den Blattachseln bilden. Sie neigen dazu, nicht in die Höhe, sondern buschig zu wachsen, um dabei auch möglichst viel Blattmasse zu bilden. Wir aber wünschen, dass die Tomate nur einen kräftigen Leittrieb bildet.

Schritt 2
Zwicken Sie die jungen Triebe aus den Achseln -- und zwar möglichst frühzeitig. Denn je weniger Verletzungen dabei entstehen, desto weniger Krankheitskeime können in die Wunde eindringen. Da die Triebe sehr weich sind, können Sie diese einfach mit den Fingernägeln auszwicken oder ausbrechen. Verwechseln Sie die Triebe nicht mit den Fruchtansätzen! Wenn Sie unsicher sind, lassen Sie den Trieb lieber noch etwas größer wachsen.

Schritt 3
Die Paradeiserpflanze kann nun die ganze Kraft in einen Trieb stecken. Der Haupttrieb muss mit einem Stock immer weiter gestützt oder an einer Schnur hochgeleitet werden.