Oleander umpflanzen

Nach den Eisheiligen dürfen wieder alle Kübelpflanzen ins Freie; einige sogar schon früher, denn sie halten ein paar Minusgrade aus. Zu ihnen zählt der Oleander. Bevor der Frühjahrsaustrieb so richtig loslegt, sollte umgetopft werden. Das ist bei größeren, älteren Exemplaren etwas schwieriger als bei noch kleinen Topfpflanzen.

Wann ist das Umtopfen überhaupt notwendig? Wachsen die Wurzeln aus dem Abzugsloch, kann man sicher sein, dass nur mehr wenig Erde für die außenliegenden feinen Wurzeln zur Verfügung steht und bereits ein dichtes Wurzelgeflecht vorliegt. Oft geht dies auch mit gelben Blättern und Blattfall einher, weil zu wenig Nährstoffe und Wasser aufgenommen werden. Selbst große Oleander können noch umgetopft werden; wenn nötig, sogar wieder in den gleichen Topf.

Schritt 1
Lösen Sie den Wurzelballen mit einem scharfen Messer rundum vom Topfrand. Reißen Sie die aus den Abzugslöchern wachsenden Wurzeln ab. Nehmen Sie dann behutsam die Pflanze samt Ballen aus dem Gefäß.

Schritt 2
Reißen Sie nun das dichte Wurzelgeflecht etwas auf. Möchten Sie den alten Topf wieder verwenden, muss der Ballen verkleinert werden. Nehmen Sie bei verholzten Wurzeln eine Bogensäge. Sie können dabei etwa ein Drittel der Wurzeln entfernen.

Schritt 3
Setzen Sie nun den Oleander wieder in den alten Topf zurück. Besteht die Möglichkeit, einen größeren Topf zu verwenden, so wählen Sie ein Gefäß, dessen Durchmesser um etwa 5--8 cm weiter ist als die Größe des Wurzelballens. In diesem Fall muss auch der Ballen nicht so stark reduziert werden.

Schritt 4
Legen Sie Tonscherben über die Abzugslöcher und füllen Sie unten etwas Blähton ins Gefäß. Darüber kommt frische Pflanzerde. Schütteln Sie vor dem Pflanzen die alte Erde aus den Wurzeln und setzen Sie den Oleander mittig in den Topf. Rundum kommt nun neue Erde, die Lücken dabei gut ausfüllen und festdrücken. Lassen Sie einen Gießrand und wässern Sie die Pflanze sofort durchdringend ein.

Schritt 5
Beim Rückschnitt der Wurzeln ist ein gleichzeitiger Rückschnitt einiger Triebe vorzunehmen, um das nötige Gleichgewicht zwischen Wurzelmasse und oberirdischer Triebe wieder herzustellen.