Mai

Die ersten Blattläuse sind an den Rosen. Wann sollte behandelt werden?

Belassen Sie die ersten Blattlauskolonien, denn sie sind Grundlage für Nützlinge, die sich ja von ihnen ernähren. So können sich Marienkäfer und Co gut vermehren. Bei stärkerem Befall genügt meist ein harter Wasserstrahl, der die meisten Läuse abspült. Nur wenige finden auf die Pflanzen zurück. Beim Einsatz von Pflanzenschutzmitteln sollte auf die Nützlingsschonung geachtet werden. Kaliseife ist sehr gut geeignet.

Was sollte jetzt noch getan werden?

Der Schlupf der Kastanienminiermotte ist in vollem Gang und zur Hauptblüte sollte blattoberseits ein Neem-Präparat eingesetzt werden um die geschlüpften Mottenlarven zu dezimieren. Auch die Prozessionsspinner sind wieder unterwegs. Kontrolle und Behandlungen mit Bacillus thuringiensis werden empfohlen.

Ab Mitte Mai können einjährige Zierpflanzen, wie Geranien oder Begonien ausgepflanzt werden. Ist das richtig?

Ja, denn mit Frösten ist kaum mehr zu rechnen. Denken Sie bei der Bepflanzung an torffreie Erden (die müssen weniger gegossen werden) und Pflanzen, die auch der heimischen Natur etwas bringen, z.B. margeritenartige Blüher.

Ist Mähen am Sportplatz mit Fangkorb gut, da ja dann kein Rasenfilz gebildet wird?

Jein! Mulchmähen ist eigentlich besser, da die Nährstoffe vor Ort bleiben und mehr organische Substanz den Boden griffiger macht. Aber nur, wenn der Boden belebt ist. Wenn statt Kunstdünger Naturdünger, und Komposte (Topdressing mit 50% Sand) oder Kompost-Tee eingesetzt werden, dann kann sich kein Filz bilden. Der wird sofort abgebaut.