Mulchen

Das Wort Mulchen kommt aus dem Englischen und bedeutet schlichtweg das Abdecken des Bodens mit verschiedenen, vornehmlich organischen Materialien, so wie es uns die Natur vormacht. Denn in der Natur, beispielsweise im Wald, gibt es keinen nackten Boden. Falllaub, abgestorbene Pflanzen und Äste bilden einen mehr oder weniger dicken, schützenden Mantel.

Mulchen hält die Feuchtigkeit im Boden und unterdrückt das Keimen von Unkraut. Eine organische Bodenbedeckung schützt vor starken Witterungseinflüssen, liefert organisches Material und hat dadurch eine Düngewirkung. Ob Gemüse- oder Staudenbeet oder unter Sträuchern: Plätze, die „gemulcht werden wollen" gibt es viele.

  • Wo mulche ich was?
    Baumscheiben und Beerensträucher am besten mit gröberem Material mulchen, das langsamer verrottet. Häckselgut vom Strauch- und Baumschnitt ist gut geeignet, auch Grasschnitt ist möglich.

  • Erdbeeren mulcht man vorzugsweise mit Stroh. Das schützt die flachen Wurzeln der Pflanzen, verhindert, dass die Früchte verschmutzen und erleichtert ihr Abtrocknen, was einem Befall mit Grauschimmel vorbeugt.

  • Im Gemüsebeet und Kräutergarten ist feineres Mulchmaterial die bessere Wahl. Rasenschnitt verrottet leicht und rasch und liefert, in dünnen Lagen aufgebracht, reichlich Nährstoffe. Nicht zu dick auftragen, damit der Rasenschnitt nicht fault. Auch kleingeschnittene Brennnessel- oder Beinwellblätter lassen sich vortrefflich verwenden.

  • Auf Wegen oder an Heidelbeeren, die sauren Boden lieben, kann auch Rindenmulch zum Einsatz kommen. Für andere Bereiche ist er weniger geeignet. Er entzieht bei der Verrottung dem Boden große Mengen Stickstoff und enthält viele Gerbsäuren. Beides ist gut geeignet, um das Wachstum von Pflanzen zu behindern.