Über "Natur im Garten" Liechtenstein

Seit 2015 ist das internationale Netzwerk der Bodenseegärten Partner der Aktion „Natur im Garten“ und strebt dadurch die Ökologisierung der Gärten und Grünräume in der Vierländerregion Bodensee an. Ein Garten kann ein Rückzugsort, ein Spielort, ein Ort der Begegnung sowie ein Werkzeug zur Selbstversorgung sein. Allen voran ist ein Garten aber ein Ort, an dem die Natur zu Hause ist, denn er bietet Tieren sowie Pflanzen einen wichtigen Lebensraum. So vielseitig und grün die Region am Bodensee ist, so vielseitig sind auch die Gärten und deren Natur, die wir darin vorfinden. Ob Wildblumenwiese, Insektenhotel, Teich oder Wildstrauchhecke – naturnahe Gärten begeistern nicht nur durch die Schönheit von Blumenpracht und Tierwelt, sie leisten einen wichtigen Beitrag zum Naturschutz am Bodensee. Für viele Tier- und Pflanzenarten sind besonders kleine, naturnahe Flächen wichtige Rückzugsorte oder Trittsteinbiotope, von denen aus andere Lebensräume erreicht werden können. Gerade am Bodensee, einem meist dicht besiedelten Gebiet, können solche naturnahen Grünräume maßgeblich dazu beitragen, die Artenvielfalt beizubehalten und zu vermehren.

Mit der Initiative „Natur im Garten“ sollen besonders naturnah gestaltete Gärten ausgezeichnet werden. Zudem bieten zahlreiche Broschüren und Vorträge Hilfe zur nachhaltigen Einrichtung und pestizidfreien Pflege von Gärten.

Mit Ihrem Naturgarten leisten Sie einen wichtigen Beitrag für den Naturschutz und machen damit die Bodenseeregion noch ein Stück lebenswerter. Die Bodenseegärten freuen sich auf die Zusammenarbeit.

Bodenseegärten erleben und schmecken

Das milde Klima der Bodenseeregion hat Gärtnern schon immer in die Hand gespielt. Inmitten der vom blauen See und grünen Ufern geprägten Landschaft entstanden über die Jahrhunderte aussichtsreiche Parks und liebevoll gehegte Gärten. Das Netzwerk „Bodenseegärten - Eine Reise durch die Zeit“ lädt dazu ein, die schönsten Gartenanlagen rund um den See zu entdecken und gleichzeitig Spannendes über die Geschichte des Gartenbaus in der Region zu erfahren. Der grüne Verbund wächst stetig.

Rings um den Bodensee zeigt sich die gesamte Gartenbaugeschichte Europas. Von der Steinzeit über die Antike und das Mittelalter bis ins 19. Jahrhundert und weiter in die Gegenwart kann der Besucher sie hautnah erleben. Dabei braucht er kaum Distanzen zu überwinden. Und wenn er möchte, reist er einfach per Schiff, Bus oder Bahn von Garten zu Garten.

Hirse für hungrige Pfahlbauer
Die Reste steinzeitlicher Pfahlbauten in der Bodenseeregion gehören seit 2011 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Wie hier schon in der Steinzeit gegärtnert wurde, zeigt der archäobotanische Garten in Frauenfeld. Im angrenzenden Museum für Archäologie und Naturmuseum erfahren Besucher viel Wissenswertes zum Gartenbau aus dieser Zeit. Auch der archäobotanische Garten in Hemmenhofen zeigt ein urzeitliches Pflanzenspektrum. Dabei eröffnet sich dem Besucher nicht weniger als die Kulturpflanzengeschichte Mitteleuropas. Kolben-Hirse zum Beispiel, die wir nur noch als Sittich-Futter kennen, Buchweizen, Linse und Ackerbohne, das erste Saatgut der Menschheit, werden dort heute noch gezüchtet und gepflanzt. Am Bodensee wird so auf engstem Raum die Gartenbaugeschichte Europas erlebbar: Von der Steinzeit über das Mittelalter bis in die Neuzeit. 7.500 Jahre Gartenbau machen einen Kurztrip an den Bodensee zum unvergesslichen Erlebnis.

Wer gehört zum Verbund

Insel Mainau und Reichenau, Schloss & Park Arenenberg, Mittelaltergarten und Schul- und Versuchsgärten Arenenberg, Kloster und Schloss Salem, Neues Schloss Meersburg, Schloss Wartegg, Kartause Ittingen, Gartenkulturpfad Überlingen, Villen und Parks in Lindau, archäobotanische Garten Frauenfeld, A.Vogel Heilpflanzenwelt in Roggwil und Garten-Rendezvous am Untersee.