St. Georgen am Ybbsfelde - Georgpark
Georgpark - ein öffentlicher Grünraum der Begegnung, Erholung und Verbindung
Zentrale Plätze in Städten sind oft durch Asphalt und technische Infrastruktur geprägt – wenig Grün, viel Hitze. Der neu gestaltete Nibelungenplatz in Tulln an der Donau zeigt, wie man solche Orte zukunftsfit machen kann: durch kluge Entsiegelung, gezielte Begrünung und innovative Kühlkonzepte.
Wo früher ein großflächiger Parkplatz mit über 200 Stellflächen war, entstand ein lebendiger Freiraum mit großzügigen Grünflächen, Sitzgelegenheiten, Holzdecks und Spielbereichen. Statt versiegelter Fläche sorgen nun durchlässige Bodenbeläge, grüne Fugen und Sickerzonen für eine nachhaltige Regenwasserbewirtschaftung. Ein zentrales Gestaltungselement ist das „Nebelspiel“ – eine kühlende Installation, die feinen Wassernebel temperaturabhängig abgibt. Dadurch wird das Mikroklima effektiv verbessert, bei gleichzeitig geringem Wasserverbrauch.
Der Platz gilt heute als Vorzeigeprojekt für klimaangepasste Stadtentwicklung und zeigt beispielhaft, wie sich Ästhetik, Funktion und Nachhaltigkeit verbinden lassen.
Der Umbau des Nibelungenplatzes erfolgte zwischen 2023 und 2024 im Rahmen eines breit angelegten Beteiligungsprozesses mit Bürgerinnen und Bürger und Fachplanerinnen und Fachplaner.
Die Pflege des Platzes wird durch die Stadtgärtnerei Tulln übernommen, ergänzt durch laufende Wartung der technischen Anlagen.
Der neu geschaffene Platz dient nicht nur als Durchgangsraum zwischen Innenstadt und Donau, sondern als echter Treffpunkt für Menschen – mit Zonen für Bewegung, Erholung und Veranstaltungen. Für Kinder gibt es großflächige Spielflächen, für Jugendliche und Erwachsene Aufenthalts- und Aktivbereiche wie die „Work & Workout“-Zonen.
Auch gestalterisch wurde auf hohe Qualität gesetzt: Der Klostergarten hinter dem Minoritenkloster wurde mit farbenprächtigen Stauden bepflanzt und lädt zum Verweilen oder Fotografieren ein. Trinkbrunnen, öffentliche Toiletten, USB-Anschlüsse an Bänken und Ladestationen für E-Bikes ergänzen das Angebot.
Die gezielt eingesetzten Pflanzenarten sind trockenheitsresistent, fördern die Biodiversität und benötigen nur minimale künstliche Bewässerung.
Das zurückgehaltene Oberflächenwasser wird über die Vegetation lokal verdunstet, was zur Kühlung der Umgebung beiträgt. Gleichzeitig verbessert das durchlässige Pflaster die Versickerung und reduziert die Gefahr von Überflutungen bei Starkregen. Durch diese Maßnahmen wird ein wichtiger Beitrag zum ökologischen Regenwassermanagement geleistet. Ein „Nebelspiel“ kühlt zusätzlich an heißen Sommertagen.
„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333