Bad Pirawarth

Therapiegarten Bad Pirawarth

Am Gelände der Rehabilitationsklinik Bad Pirawarth nahe dem Seiteneingang wurde eine 8x12 m große Fläche eingezäunt, worin sich ein 1 m breites und 6 m langes unterfahrbares Hochbeet, ein Bodenbeet unterteilt in 3 Beete, und eine kleine Kräuterspirale befinden. Seitlich steht ein Gewächshaus für die Pflanzenanzucht. Es werden Küchenkräuter, Tomaten, Zucchini, Gurken und Salat angebaut. Außerdem gibt es Ribiselsträucher und Erdbeeren und einige Schnittblumen.

Besonderheit der Anlage/ Warum hat sie Mustercharakter
Der Therapiegarten erfüllt 2 wichtige, miteinander verbundene Funktionen innerhalb der ergotherapeutischen Arbeit:

Gezielte Förderung der Funktionen (Motorik/ Wahrnehmung), sowie das Ermöglichen positiver Erfahrungen und Aktivierung durch Gartenarbeit und Gewinnung von Pflanzen für die Verwendung beim sog. Haushaltstraining.
Die Förderung von elementaren Bewegungsabläufen und der kognitiven Aspekte (Handlungsplanung, Gedächtnisleistungen, Raumwahrnehmung etc.) der PatientInnen im Haushalt und beim Kochen.
Die Gartentherapie findet als Einzeltherapie statt und es steht das funktionelle Training, also die Förderung von Funktionen (Greifen, Bewegungen der Arme, Arbeiten im Stand) und der Wahrnehmung (Oberflächensensibilität, Tiefensensibilität) im Vordergrund. Die PatientInnen sind jeweils für 30 Minuten im Garten beschäftigt und können aufgrund ihrer Aufenthaltsdauer von 4-6 Wochen immer nur einen Teilablauf des Gartenjahres begleiten.

Alter
Der Garten besteht seit 2003, und seit 2008 gibt es das Gewächshaus.

Pflege
Der Garten wird durch die Abteilung Ergotherapie und vorwiegend durch die zugewiesenen Patienten gehegt und gepflegt. Bei Bedarf kommt Unterstützung vom Team der Haustechnik der Klinik.

Kultureller und sozialer Wert
Bisher wurden sehr gute Erfahrungen in der Behandlung von neurologisch beeinträchtigten PatientInnen mit der Gartentherapie gemacht. Der Garten hat sehr positive Wirkung auf die Stimmung, das Wohlbefinden und die therapeutische Zielsetzung der Gäste.

Der Therapiegarten wird von den PatientInnen sehr gut angenommen und lebt zum Teil auch von ihren Erfahrungen. Die PatientInnen bringen sich gern in die Pflege des Gartens ein.

Auf der Karte


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