Amstetten - Naschgärten
Öffentliche Obst- und Beerengärten
Mit der Neugestaltung des Georgparks entstand im Ortskern von St. Georgen am Ybbsfelde auf dem Areal eines ehemaligen Gasthauses ein neuer öffentlicher Grünraum. Dieser belebt seitdem das Zentrum des Ortes und stärkt die fußläufige Verbindung zwischen den Ortsteilen. Eine Bürgerbefragung, ein öffentlicher Diskussionsabend sowie eine abschließende Projektpräsentation bildeten die Grundlage für die Planung.
Die rund 1.700 m² große Fläche erfüllt mehrere Funktionen: Sie schließt eine Lücke im bestehenden Wegenetz und schafft eine sichere, attraktive und Kfz-freie Verbindung zwischen dem nördlich gelegenen Ortsteil und dem südlichen Bereich mit Kindergarten und Sportanlagen.
Der Park gliedert sich in unterschiedliche Themenbereiche: ein Kräutergarten, Obstgehölze und eine Spielwiese schaffen naturnahe Aufenthaltsräume. Für Kinder wurden Balanciergeräte und ein Wasserspiel integriert, während schattige Sitzgelegenheiten unter bestehenden und neu gepflanzten Bäumen zum Verweilen einladen. Der Pavillon dient als überdachter Treffpunkt und Wartebereich für den angrenzende Kindergarten. Ein Trinkwasserbrunnen sowie ein sonniger Platz direkt am Trieseneggerbach erweitern das Angebot.
Alter
Eröffnung Juni 2025
Pflege
Die Rasenflächen werden weniger häufig gemäht, um eine Austrocknung hintanzuhalten. Die Blumenwiesen werden vor der Kirschenernte und im Herbst gemäht. Die Staudenbeete müssen je nach Beikrautdruck durchgearbeitet werden. Das Kräuterbeet wird ehrenamtlich betreut und einmal im Monat gemeinsam bepflanzt, gepflegt und beerntet.
Kultureller und sozialer Wert
Der Georgpark bietet die Möglichkeit sich konsumfrei im öffentlichen Raum zu treffen und länger zu verweilen. Der Park steht zudem Vereinen für temporäre Veranstaltungen oder Präsentationen offen und trägt so zur sozialen und kulturellen Belebung des Ortszentrums bei.
Ökologie und Biodiversität
In der Gestaltung wurde besonderer Wert auf den Erhalt und die Integration des bestehenden Baumbestands gelegt. Ergänzt wird dieser durch klimawandelangepasste Neupflanzungen (u.a. Linde, Walnuss, Maulbeere, Blumenesche und Mehlbeere) und eine extensive Bepflanzung mit heimischen und standortgerechten Blütenstauden und Sträuchern, die ökologische Vielfalt und visuelle Qualität fördern.
Anpassung an den Klimawandel
Das Regenwassermanagement erfolgt vollständig vor Ort: Niederschlagswasser wird versickert, das Dach- und Brunnenwasser über eine Zisterne gesammelt und zur Bewässerung genutzt. Auch der alte Brunnenstein fand als identitätsstiftendes Element im neuen Park wieder einen Platz.
Planung:
DI Elisabeth Lehner
„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333