Kematen - Attraktive Beetgestaltung

Farbenfrohe und klimafitte Staudenbeete entlang der Durchzugsstraße

Die Marktgemeinde Kematen feierte 2021 ihr 150-jähriges Jubiläum zur Markterhebung.

Anlässlich dieser Feierlichkeiten wollte die Gemeinde ihren öffentlichen Raum derart umzugestalten, dass er einerseits zum Jubiläum, aber auch darüber hinaus an Attraktivität gewinnt.

Schwerpunkt war die Umgestaltung der Grünräume und Grüninseln entlang der B121, die mit rund 15.000 Fahrzeugen am Tag eine sehr hohe Frequenz aufweist und deren Begleitflächen wesentlich ortsbildgestaltend sind.

Ausgehend von den Grundfarben des Ortswappens BLAU, ROT, GELB, WEISS wurden die Nebenflächen der Straße, beginnend bei den markanten „Ortseingängen“ Kreisverkehr Kröllendorfer Brücke und Steinbrücke Kematen mit mehrjährigen Blütenstau­den, Gräsern und fallweise mit Bäumen bepflanzt.

Auf knapp 400 m2 wurden zuvor durch Rasen oder Kleinsträucher geprägte Straßenräume in naturnahe Staudenbeete umgewandelt. Eine ganzjährig attraktive Staudenbepflanzung wurde gemeinsam mit neuen Straßenbäumen (vorwiegend Spitzahorn) umgesetzt. Im großen Kreisverkehr am Ortsbeginn wurden die naturräumlich charakteristischen mehrstämmigen Hainbuchen gepflanzt, die auf die Nieder­terrassenwälder der Forstheide verweisen (Eichen-Hainbuchenwald). Neben der Charakterpflanze Schneerose blühen im zeitigen Frühjahr auch die Kuhschellen im Straßenbegleitgrün, die an Na­turböschungen im Nahbereich besonders geschützt ist.

Alter

2021

Pflege

Die Flächen werden von den Grünraumpflegerinnen Manuela Zeitlhofer und Waltraud Bruckschwaiger betreut.

Kultureller und sozialer Wert

Insgesamt zieht sich ein roter Gestaltungsfaden durch Kematen, der als Identifikationsmerkmal dient und Bewohnern wie Besuchern ein positives, ökologisch wertvolles und ästhetisch ansprechendes Bepflanzungs­bild vermittelt.

Ökologie und Biodiversität

Die Verwendung von standörtlichen Niederterrassenpflanzen sollen auf die artenreiche und wertvolle Vegetation im Bereich der Ke­matner Forstheide hinweisen und als Trittsteinbiotope im Ortsgebiet fungieren.

Anpassung an den Klimawandel

Entsprechend der hohen Frequenz auf der B121 geschuldet mit beträchtlichem Salzeintrag wurde ein durchlässiges, sehr lehmarmes Pflanzsubstrat gewählt, das mit einer regionalen mineralischen Mulchschicht abgedeckt ist. Die Standortbedingungen entsprechen somit dem Großteil der ver­wendeten Blühstauden und Gräser.

Planung

Alois Graf

Auf der Karte


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