Großrußbach - Trittsteinbiotope

Trittsteinbiotope in Großrußbach

Seit ein paar Jahren werden die Gemeindegrünflächen umgestaltet in Richtung klimafit, naturnahe und mit Mehrwert für die Bevölkerung.

Gemeindeamt: Der vordere Bereich des Gemeindeamtes wurde 2025 komplett umgestaltet. Statt Kies gibt es nun klimafitte Staudenbeete, einen Schattenbaum und insektenfreundliche Sträucher - eine Vielzahl an Pflanzen, die den ganzen Frühling und Sommer abwechselnd blühen. Ein alter Brunnen wurde mit Sukkulenten bepflanzt. Auf der Rückseite darf es "wilder" sein, hier blüht eine Wildblumenwiese.

Naturblumenwiesen: Seit ein paar Jahren werden Blumenwiesen bei Verkehrsinseln und Straßenbeeten angelegt. Dies bedeutet weniger Pflege für den Bauhof und mehr Blühflächen für Insekten und Bevölkerung. Auch bei den leider häufiger werdenden Überschwemmungen und Hitzeperioden haben sie sich bewährt.

Naschobst und Natur: Bei der Ortseinfahrt ist ein großer Obstgarten entstanden. Rund 90 Obstbäume mit verschiedensten Sorten - unter anderem Äpfeln, Birnen, Kirschen, Pflaumen sowie Wildobststräuchern sind gepflanzt worden. Der Naschgarten wird ergänzt von einem Radrastplatz, einem Barfußweg und Balancierpfad. Als Extraplus für die Artenvielfalt werden Wieseninseln stehen gelassen, Nützlingshotels aufgestellt und Steinhaufen angelegt. Ein Wohlfühlort für Mensch und Tier.

Naturlehrpfad: In den vergangenen beiden Jahren sind etliche Stationen entstanden - ein Schmetterlingsweg, ein Eulenbaum, ein Igelplatz, ein Bienenpfad und ein Platzerl rund um den Trockenrasen und seine Raffinessen. Weitere Themen sind in Planung.

Hecken: In den vergangenen Jahren wurden etwa 160 lfm neue Hecken ausgepflanzt, mit einem Mix aus Zier- und Wildsträuchern.

Alter
Mit den Umgestaltungen wurde vor etwa 3 Jahren begonnen und es wird laufend weiter angepasst.

Pflege
Die Pflege der Grünflächen erfolgt durch engagierte Gemeindemitarbeiter, welche sich laufend weiterbilden, zum Beispiel zur Wiesenpflege und zum Obstbaumschnitt.

Kultureller und sozialer Wert
Die Gemeinde versucht als gutes Beispiel voranzugehen, um ein lebenswertes Ortsbild zu schaffen. Den Bürgerinnen und Bürgern fallen diese Umgestaltungen bereits positiv auf und es werden weitere Rabatten von ihnen bepflanzt.

Ökologie und Biodiversität
Die insektenfreundlichen Blühflächen und Wiesen, die Hecken und Obstbäume haben einen enormen Mehrwert für die Artenvielfalt. Mit Nüztlingshotels und kleinen Trittsteinbiotopen wie etwa Steinhaufen entstehen Lebensräume für Kleintiere.
Ein besonderes Augenmerk wird auch auf unsere stacheligen Mitbewohner gelegt. Zäune werden nur mehr so gebaut, dass Igel durchschlüpfen können, beim Teich wurde eine Ausstiegshilfe angebracht. 2024 und 2025 hat Großrußbach für dieses Engagement die Auszeichnung „Igelfreundliche Gemeinde“ erhalten.

Anpassung an den Klimawandel
Bei allen Neupflanzungen wird darauf geachtet, klimafitte Arten auszuwählen. Wiesen haben sich als Alternative zu Rasenflächen bewährt. Durch die Hecken und Baumpflanzungen gibt es an heißen Tagen Abkühlung.

Auf der Karte


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„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333