Neunkirchen - Bezirkshauptmannschaft

Beschreibung der Flächen

Der Vorplatz der BH Neunkirchen wurde hauptsächlich als Parkplatz genutzt. An heißen Tagen erhitzte sich diese Asphaltwüste enorm und auch die Innenräume des BH-Gebäudes konnten nicht ausreichend gekühlt werden. Die Umsetzung klimapositiver Maßnahmen stellt die Grundidee des Konzepts dar: Maximale Begrünung, teilweise Entsiegelung und die Anwendung des Schwammstadtprinzips. Eine Baumreihe bildet nun einen natürlichen Puffer zwischen Vorplatz und Straßenfreiraum. Der Schwammstadt-Aufbau gewährt dabei genügend Wurzelraum für die Baumpflanzungen. Blühende Staudenbeete schaffen Atmosphäre und sorgen für Insektennahrung. Die vorgesetzte Begrünung der Fassade sorgt für maximale Beschattung des Gebäudes und fungiert als Grüne Klimaanalage. Es handelt sich um eine Kombination aus boden- und troggebundener Kletterpflanzen.

Alter

Planung 2023-2024, Umsetzung 2025

Pflege

Die Pflege wird zum Teil durch interne Haustechniker als auch durch externe Vergabe von Pflegetätigkeiten an einen Gärtner gewährleistet. Die Staudenbeete werden ca. 4-mal pro Jahr gepflegt und die Naturwiesen 1-2 mal pro Jahr gemäht. Die Fassadenbegrünung wird durch einen hintergelagerten Wartungsgang 2-mal pro Jahr gepflegt.

Kultureller und sozialer Wert

Bei Temperaturen in den Büros der BH Neunkirchen von über 35 Grad Celsius im Sommer, bei bereits diversen Belüftungs- und Beschattungsbemühungen war der Handlungsbedarf obligat. Die Fassadenbegrünung wird zukünftig einen großen klimatischen Effekt auf das Gebäude, den Vorplatz und die Nutzerinnen haben. Die Bepflanzung und der Blick ins Grüne aus den Büros hat einen positiven psychologischen Effekt und die Aufenthaltsqualität am Vorplatz wurde deutlich gesteigert.

Ökologie und Biodiversität

Die Pflanzung von 27 Bäumen mit elf verschiedenen Arten, ca. 200 Kletterpflanzen mit vier verschiedenen Arten und vielfältigen Staudenflächen sowie die Anlagen von Wiesenflächen sorgen für resiliente Pflanzengemeinschaften. Die abwechslungsreiche Vegetation bietet zudem ein großes Angebot an Habitaten und Nahrungsquellen für diverse Tierarten.

Anpassung an den Klimawandel

Die Dachwässer der BH Neunkirchen werden in die Schwammstadt 2.0. geleitet, für die Bewässerung der Grünflächen und Fassadenbegrünung herangezogen und der Überschuss in einer 50 m³ großen Zisterne gespeichert. Somit wird viel wertvolles Regenwasser vor Ort zur Bewässerung, Versickerung und Verdunstung eingesetzt. Die teilweise Entsiegelung der Asphaltflächen und die Schaffung von Sickerbeeten nimmt positiven Einfluss aufs Kleinklima, auf die Grundwasserneubildung sowie Entlastung der Kanäle bei Starkregenereignissen.

Planung:

Alois Graf, Ambient Consult

Auf der Karte


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