Zu Weihnachten ein Häuschen für Spatz & Co

Blühende Tradition – Barbarazweige schneiden

Alle Vöglein sind schon da! Reich strukturierte Naturgärten bieten Nahrung und Unterschlupf, Nistkästen unterstützen zusätzlich bei der oft beschwerlichen Herbergssuche. Je nach Vogelart werden unterschiedliche Nistkastentypen bevorzugt, beim Bau gilt es einige Dinge zu beachten. „Natur im Garten“ verrät, worauf es bei einem Vogelhaus ankommt.

„Eine geeignete Unterkunft unterstützt die Ansiedelung einer Vogelfamilie im Garten. Ebenso wichtig ist zudem ein reichhaltiges Angebot an Insekten und Kleintieren sowie Sämereien und Beeren. Vogelnachwuchs wird ausschließlich mit tierischer Kost aufgezogen. Vielfältige, strukturreiche und vor allem pestizidfreie Grünflächen bieten Nahrung, Nist- und Versteckmöglichkeiten und locken Vögel dauerhaft in unsere Gärten“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Aktion „Natur im Garten“: „Kohlmeisen verfüttern etwa bis zu 30 Kilogramm Insekten pro Saison an ihren Nachwuchs. Gegen Apfelwickler & Co ist ein Vogelnistkasten in der Nähe eines Obstbaumes also wirksamer ökologischer Pflanzenschutz.“

So wird’s richtig gemacht
Wählen Sie ungehobeltes oder einseitig gehobeltes Holz von heimischen Baumarten wie Fichte, Tanne, Buche oder Eiche. Sperrholz oder Spanplatten sind ungeeignet, da sie rasch durchfeuchten. Die Wandstärke sollte ca. 2 Zentimeter betragen und die glatte Seite stets nach außen weisen. Zum Schutz wird das Holz nicht mit Holzschutzmittel sondern die Außenseite mit Leinöl oder umweltfreundlichen Naturfarben angestrichen. Das Dach sollte leicht nach vorne geneigt sein, eine abnehmbare Frontplatte erleichtert das jährliche Reinigen des Nistkastens Ende September. Schneiden Sie das Einflugloch glatt und nach oben hin ansteigend in einer Höhe von etwa 20 Zentimetern über dem Kastenboden aus, so ist die Brut gut geschützt. Bohren Sie zur Belüftung und Feuchtigkeitsregulierung vier Löcher im Durchmesser von 5 Millimetern in die Bodenplatte. Hängen Sie die Nistkästen schon im Herbst oder Winter in mindestens 3 Metern Höhe auf und vermeidenSie den Zustieg von ungebetenen Gästen durch Katzenmanschetten.

„Natur im Garten“ Broschüre: Nützlinge im Garten