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Blütenendfäule – wo Kalzium ausbleibt

Wenn bei Paradeisern, Kürbissen oder Zucchinis vom Blütenansatz dunkle, eingesunkene Flecken ausgehen, liegt das an akutem Kalziummangel. Meist ist zwar genug davon im Boden, kann aber von der Pflanze nicht ausreichend aufgenommen werden. Blütenendfäule ist also kein schwerwiegendes Problem. Da es sich nicht um eine Erkrankung handelt, besteht auch keine Übertragungsgefahr.

Die Hauptursache ist entweder eine wechselhafte Wasserversorgung mit zweitweiser Staunässe, abgelöst von trockenen Phasen, oder ein zu hoher Salzgehalt im Boden etwa durch Überdüngung. Die Aufnahme von Kalzium wird blockiert und die Zellwände der am weitesten entfernten Pflanzenteile brechen zusammen. Deshalb kommt Blütenendfäule verstärkt bei Sorten mit sehr großen oder länglichen Früchten vor. Verbessert man die Wasserversorgung, bilden sich nachfolgende Früchte wieder normal aus.

Maßnahmen:

  • Die wichtigste Gegenmaßnahme ist eine ausgewogene Wasserzufuhr!
  • Überdüngung mit Stickstoff vermeiden
  • Algenkalk oder (kalkhaltiges) Gesteinsmehl bereits im Herbst in die Beete einarbeiten bzw. bei oder nach der Pflanzung oder beim Auftreten der Blütenendfäule streuen und oberflächlich einarbeiten bzw. mit Wasser einschwemmen
  • betroffene Früchte entfernen

Pflanzenschutzmittel sind nicht erforderlich, da es sich nicht um eine Krankheit, sondern um eine Mangelerscheinung handelt.