Gemüsegärtnern – Erste Vorbereitungen

(c) M. Benes-Oeller, Natur im Garten

Zart zeigen sich im Osten Niederösterreichs erste Schneeglöckchen und sogar schon winzige Bärlauch-Spitzen. Im Gemüsegarten ist es derweil noch ruhig. Saatgutsichtung und -prüfung sowie Überlegungen zum Gemüseanbau im neuen Gartenjahr stehen aber spätestens jetzt im Fokus. Setzen Sie bei Saatgutbestellung oder Jungpflanzen-Shopping im Frühjahr auf regionale Bezugsquellen. Planen Sie nach Wunsch auch Gemüsearten zum Anbau für die Wintersaison mit ein. Als Alternative kommen Gemüsekisten in der kalten Jahreszeit zur Versorgung mit saisonalem Gemüse in Frage: www.naturimgarten.at/partnerbetriebe. Die „Natur im Garten“ Partnerbetriebe bieten von Jungpflanzen bis zur torffreien Erde alles rund ums Gärtnern. Nutzen Sie auch regionale Märkte zum Pflanzenkauf, wie z.B. jene von den „Natur im Garten“ Schaugärten: schaugartenkalender.naturimgarten.at. Gut organisiert und vorbereitet steht einem gelungenen Start ins Gartenjahr nichts mehr im Wege!      

„Erdäpfel, Karotten, Sellerie, Rote Rüben, Kürbis, Kohlgemüse und mehr – auch im Winter bietet die Natur eine bunte Vielfalt für die gesunde Küche. Saisonales und regionales Gemüse aus dem Eigenanbau oder von lokalen Bio-Betrieben ist umweltfreundlich, reich an wertvollen Inhaltsstoffen und überzeugt durch intensiven Geschmack“, so Katja Batakovic, fachliche Leiterin der Bewegung „Natur im Garten“.

Saatgut Organisation

Saatgut organisiert aufzubewahren hilft, den Überblick über die Gartenschätze zu behalten. Motiviert gekauft, gesammelt oder getauscht und doch nicht alles angebaut – da kann über die Zeit eine schöne Sammlung an Saatgut zusammenkommen. Bei älterem Saatgut stellt sich die Frage, ob der Anbau überhaupt noch lohnt – hier kann eine Keimprobe die Entscheidung erleichtern.        

Zum Auftakt vom Gemüseanbau, noch vor dem Planen und Bestellen, geht es an die Sichtung und Sortierung von vorhandenem Saatgut.

Boxen mit separaten Fächern, Sortierkästen wie etwa für Schrauben für kleine Mengen und saubere, verschließbare Gläser eignen sich z.B. gut zur Aufbewahrung. Wichtig ist eine trockene, dunkle Lagerung, kühl und temperaturstabil zwischen 5-10 °C. Gut verschließbare Behälter aus Metall oder Glas bieten sicheren Schutz vor Motten und Nagern.  

Je nach Geschmack kann z.B. in Themenboxen sortiert werden. Sinnvoll ist eine Sortierung nach Aussaatzeitpunkten mit Berücksichtigung des Haltbarkeitsdatums (keimfähig bis). Bei selbst gesammeltem Saatgut ist neben der Beschriftung der Sorte auch das Sammeldatum wichtig, um die Keimfähigkeit abschätzen zu können.

Eine digitale Organisation in Form einer Liste oder Tabelle aber auch die Nutzung von Garten-Apps, die zusätzlich mit Erinnerungen und Tipps unterstützen, können bei ambitioniertem Gemüseanbau hilfreich sein.

Keimtest bei älterem Saatgut:

Bei großen Samen, wie Bohnen, 10 oder 20 Samen abzählen und in feuchtes Küchenpapier legen. Einrollen, in eine Schüssel oder ein Glas legen, den Deckel leicht geöffnet lassen und beschriften. Kleinere Samen können auf feuchtem Küchenpapier auf einem Teller mit Klarsichtfolie oder einer kleinen Glasscheibe abgedeckt zum Keimen gebracht werden. Je nach Keimtemperatur der Pflanzenart einen geeigneten Ort wählen und warten. Innerhalb einiger Tage, je nach Pflanzenart unterschiedlich, sollten sich Keimlinge zeigen. Wenn mindestens die Hälfte, besser noch 60-80 % der Samen keimen, reicht das für die Aussaat im Hobbygarten aus.    

Tipp: „Saatgutbibliothek“ Niederösterreich

Bei dieser Initiative bieten die öffentlichen Bibliotheken für ihre Besucherinnen und Besucher Saatgut an, die dieses kostenlos abholen, selbst anbauen und vermehren und danach ihr vermehrtes Saatgut wieder zum Tausch in die Bibliothek bringen können. Nähere Infos unter www.treffpunkt-bibliothek.at/noe-saatgutbibliotheken/.

„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333