„European Award of Egological Gardening“: Die Nominierten stehen fest – Publikumsvoting startet
Das Land Niederösterreich und „Natur im Garten“ – am Foto Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner mit den Geschäftsführern Christa Lackner und Matthias Wobornik – suchen unter 30 Nominierten die herausragendsten Gartenprojekte. Die Abstimmung ist ab sofort möglich.
Der European Award for Ecological Gardening 2025 geht in die nächste Phase: Aus zahlreichen innovativen Einreichungen wurden 30 vorbildhafte Projekte aus acht europäischen Ländern –Österreich, Deutschland, Italien, Tschechien, Slowakei, Großbritannien, Litauen und Schweiz – von einer hochkarätigen Fachjury nominiert. Ab sofort ist die Öffentlichkeit aufgerufen, ihre Favoriten im Rahmen des Publikumsvotings zu wählen.
Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner: „Mit dem ‚European Award for Ecological Gardening‘ holen wir Leuchtturmprojekte aus ganz Europa vor den Vorhang, die zeigen, wie naturnahes Gärtnern nicht nur die Umwelt stärkt, sondern auch zu einem besseren Miteinander beiträgt. Wer heute in nachhaltige Grünräume investiert, legt damit auch den Grundstein für die beste Zukunft für unsere Kinder. Besonders freut es mich, dass unter den Nominierten auch drei Projekte aus Niederösterreich sind – das zeigt, wie stark ökologisches Bewusstsein in unserem Bundesland verankert ist.“
Die nominierten Projekte decken ein breites Spektrum ab: von gemeinschaftlich genutzten Gärten über Biodiversitätsinitiativen bis hin zu innovativen Technologien zur Förderung ökologischer Gartenpraxis. Sie spiegeln die Vielfalt und Kreativität wider, mit der ökologische Gartenkonzepte europaweit entwickelt und umgesetzt werden.
Die Nominierten und deren Projekte
Kategorie 1 – Gärtnern im Zeichen der Gemeinschaft:
- University of Perugia, Perugia (IT): Der Campus auf ehemaligem Klostergelände ist ein ökologischer und therapeutischer Garten für den Bio-Anbau von Nahrungsmitteln, Erholung und Naturbeobachtung.
- Kleingärtnerverein „ARONIA“ e. V., Dresden (DE): Die Kleingartenanlage wird als erste in Dresden vollständig biologisch bewirtschaftet und zur Verbesserung des Stadtklimas in eine naturnahe Gartenlandschaft umgestaltet.
- Gemeinde Hohe Börde, Sachsen-Anhalt (DE): Zur Sensibilisierung für ökologisches Gärtnern bietet die Gemeinde Hohe Börde ein kostenloses Programm für Kinder von 8-12 Jahren in den Gruppen der „Europa Minigärtner“.
- NÖ Sozialpädagogisches Betreuungszentrum Hollabrunn (AT): Die betrieblich geführte Lehrwerkstätte für ökologischen Gartenbau ermöglicht sozial benachteiligten Jugendlichen eine fundierte, praxisnahe Ausbildung.
- Cumbria Wildlfie Trust, Cumbria (GB): Dieses Gemeinschaftszentrum für Mensch und Natur wird getragen von der Leidenschaft für Wildnis und Nachhaltigkeit und steht allen Interessierten täglich und rund um die Uhr offen.
- Lehr- und Kräutergarten Dreieich e.V., Dreicheich (DE): Für den Biotopverbund wurde ein Lehr- und Kräutergarten mit insektenfreundlichem Muster-Vorgarten, Naturlehrpfad und Familiengarten errichtet.
- ObstStadt Wien (AT): Der Verein zur Förderung von Obstvielfalt für ALLE hat auf zehn öffentlichen Flächen ökologisch gepflegte Obstwiesen angelegt – mit Infos dazu auf der digitalen Fruitmap.
- himmelbeet gemeinnützige GmbH, Berlin (DE): Menschen aus der Nachbarschaft haben auf Initiative der gemeinnützigen GmbH auf einer ehemaligen Friedhofsfläche einen biologischen Gemüseacker geschaffen.
- Zuzana Rezacova Lukaskova, Brno (CZ): Dieser Bildungs-, Versuchs- und Gemeinschaftsraum zur Förderung des ökologischen, chemiefreien Gartenbaus hat Modellcharakter in und über die Stadt Brünn hinaus.
- Kleingärtnerverein Weiße Rose e.V., Rostock (DE): „Weiße Rose“ engagiert sich in Gemeinschaftsgartenprojekten, Netzwerken und ihrem Erlebnisgarten, damit Kleingartenvereine als erhaltenswerte Grünflächen angesehen werden.
- SOSNA, Družstevná pri Hornáde (SK): Ein Gemeinschaftsgarten auf 0,5 Hektar verbindet Natur, Inklusion und Bildung: Teich, Gründächer und Wildzonen fördern Klima, Vielfalt und Teilhabe als Modell für Klimagärten.
- Verein „Die Blumenwiesler“, Neumarkt am Wallersee (AT): 5.000 m² Blumenwiese als Nachbarschaftsprojekt: Mit Streuobst, Wildhecken und Lehrpfad wächst Biodiversität, Bildung, Miteinander – ein Gemeinde-Vorbild.
Kategorie 2 – Biodiversität und Klimawandelanpassung im Garten und Grünraum:
- Magistrat der Landeshauptstadt Linz (AT): Mit vielen ökologischen Maßnahmen stärkt die Landeshauptstadt Artenvielfalt und Klimaresilienz. Bürgerbeteiligung und Infoangebote machen das Projekt nachhaltig wirksam.
- Wette + Küneke GbR / Wette + Gödecke GbR, Göttingen (DE): Das Max-Planck-Institut setzt mit einem Habitat-Projekt auf 15 Hektar ein Lebenszeichen im wörtlichen Sinn und fördert so Biodiversität, Klimaschutz & Bildung.
- Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf, Berlin (DE): Der Stadtteil macht Stadtgrün lebendig: Mit Schafen, Kompost und Bürgerdialogen bringt die innovative Biodiversitätsstrategie Klima, Natur und Bildung in Einklang.
- hollu Systemhygiene GmbH, Zirl (AT): Ein Firmenareal wird zur grünen Oase: 5.000 m² Park mit Waldgarten, Wildwiesen und Teich beweisen, dass hier Biodiversität, Klimaresilienz und Umweltbildung gelingen.
- Marktgemeinde Perchtoldsdorf in Kooperation mit Heideverein und Landschaftspflegeverein, Perchtoldsdorf (AT): Naturnahe Flächen verbessern Mikroklima, Wasserrückhalt und Klimaresilienz.
- UAB Gruta, Kaunas (LT): Vom Industrieareal zum Naturpark: 2,3 Hektar mit vielen heimischen Arten, Regenwassermanagement und Bildung zeigen, was grüne Infrastruktur leistet – lebendig und smart.
- Andrea Jaschik, Aachen (DE): Das Naturwunder zeigt auf nur 15 m² wie Vielfalt auch in Pflanzgefäßen wächst: Mit Wildpflanzen und Kreislaufpflege wurde ein lebendiges Biotop geschaffen – hoch über den Dächern.
- Alena Zelenková, Janovice nad Uhlavou (CZ): Auf 2.200 m² geschädigtem Boden wurde ein historischer Garten durch Regenwasserversickerung, Wildstrukturen und Recycling zum lebendigen Lern- und Naturraum.
- Grüne Werkstatt Ingenieurbüro für Biologie, Gratkorn (AT): Der revitalisierte Park verbindet Artenvielfalt mit sozialer Inklusion: Wildwiesen, Naschgärten und Naturpfad fördern Klima, Bildung und Gemeinschaft.
- Centre of Environmental Education Dropie, Zemianska Olča (SK): Das Ökozentrum verbindet Artenschutz, Umweltbildung und Klimaanpassung – mit revitalisierten Wasserflächen, Living Lab und nachhaltiger Technik.
- Bryum GmbH, Kaiseraugust (CH): 36.348 m² Campus verbinden Natur, Wirtschaft und Mensch: Mit Bäumen, Retentionsflächen und Gründächern entsteht ein zukunftsfähiges Modell für klimaaktive Städte.
- Stredná odborná škola Pruské, Pruské (SK): Das 6,5 Hektar große Gelände der Berufsoberschule wurde mit Respekt vor der Natur vielfältig gestaltet als natürliche Umwelt, in der das kreative Denken fließen darf.
Kategorie 3: Trends für die Zukunft: Neues Wissen – neue Vielfalt:
- Sinsoma GmbH, Völs (AT): Ein innovativer Test ermöglicht es, die Insektenvielfalt einer Grünfläche anhand der DNA-Spuren von Blütenbesuchern zu erfassen und Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung zu beurteilen.
- OSOGO – Obst-SOrten-Garten-Ohlsdorf, Ohlsdorf (AT): Eine in Europa einzigartige Apfelhecke aus Knippbäumen mit meist alten Apfelsorten aus dem Erhaltungsprojekt des Vereins bringt gesundes Obst auch in kleinste Gärten.
- AGAi FlexKapG, Wien (AT): Der Database LLM Wrapper verbindet KI-Technologie mit wissenschaftlichen Datenbanken und bereitet Infos zur Bodengesundheit und nachhaltigen Bewirtschaftung auf.
- Lite-Soil GmbH, Wien (AT): Netze bzw. Streifen aus 100% Zellulose speichern 10 Liter Wasser pro Kilo und sind als unterirdische Bewässerungssysteme international patentiert, vielfach ausgezeichnet und biologisch abbaubar.
- Initiative Fritschestraße, Berlin (DE): Die ehrenamtliche Initiative hat ein ganzheitliches Modell für Baumscheiben entwickelt, das den Baum schützt, Biodiversität fördert und die Bedürfnisse von Hunden integriert.
- TEH Kräuterschaugarten, Weinburg (AT): Im Pielachtal zeigt ein öffentlicher Garten, wie Biodiversität und Heilpflanzenwissen mit einfallsreichem Regenwassermanagement zu einem nachhaltigen Lernraum verschmelzen.
Die internationale Jury
- Karl Ploberger, Gartenbuchautor, Moderator, Biogärtner
- Katja Batakovic, Fachliche Leiterin „Natur im Garten“
- Henrik Bos, Präsident European Landscape Contractors Association
- Eliška Křížová, Leiterin Schaugarten „Kräutergarten LU & Tiree Chmelar“
- Fiona Taylor, Geschäftsführerin Garden Organic
- Lutze von Wurmb, Geschäftsführer Osbahr GmbH
Das Publikumsvoting ist ab sofort unter www.naturimgarten.at/award geöffnet. Stimmen können bis zum 16. Oktober 2025 abgegeben werden. Die Siegerprojekte im Rahmen einer festlichen Preisverleihung am 21. November 2025 bekannt gegeben und ausgezeichnet.
Der Award wird von der NÖ Umweltbewegung „Natur im Garten“ – vertreten durch das Land Niederösterreich, die „European Garden Association – Natur im Garten International“, die „Natur im Garten“ Service GmbH und die „Natur im Garten“ GmbH – verliehen.
Weitere Infos: www.naturimgarten.at/award