Der Garten im Mai – Praktische Tipps und kreative Ideen für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner

Mit den „Gartentipps des Monats“ informiert die NÖ Umweltbewegung „Natur im Garten“ jeweils am Ende des Monats über die wichtigsten Arbeiten und schönsten Gestaltungsideen für den kommenden Monat. So können Sie Ihren Leserinnen und Lesern eine kompakte Vorschau und Inspiration liefern, was in ihrem grünen Paradies als Nächstes ansteht.

Tipp #1: Naturwiese, Kräuterrasen und ein Herz zum Muttertag

(c) A. Buchinger, Natur im Garten

Bereiche im Garten, wo Gräser und Wildblumen wachsen dürfen, sind wichtig für unsere Tierwelt. Dort finden etwa Schmetterlinge und ihre Raupen, Wildbienen und auch das beliebteste Wildtier Österreichs – der Igel – Nahrung und Lebensraum. Oft wird mehr Rasenfläche gemäht, als tatsächlich genutzt wird. Lassen Sie zum Beispiel den Streifen neben der Hecke oder dem Zaun beim Mähen einfach aus. Ebenso wertvoll sind ungemähte Inseln im (Kräuter)Rasen. Auf größeren Wiesenflächen reicht es eigentlich, nur Wege oder Sitzplätze auszumähen, wodurch schöne Nutzbereiche mitten in der Wiese entstehen. Auf Flächen, die intensiver genutzt werden, lohnt die Umwandlung vom klassischen Rasen zum Kräuterrasen. Er muss seltener gemäht werden, ist widerstandsfähiger gegenüber Hitze und Trockenheit, braucht daher weniger Wasser als ein „Englischer Rasen“ und kommt ohne Düngung aus. Wiesen und Kräuterrasen sind wertvoll für die Artenvielfalt, klimafit – und sparen Zeit und Geld.

Veranstaltungstipp:
„Natur im Garten“ Workshop:
Duftende Oasen: Kräuter für Menschen, Tiere und Insekten
Freitag, 13.06.2025 von 17.30 bis 19.30 Uhr
3430 Tulln an der Donau
Kosten: EUR 18,-

„Natur im Garten“ Basteltipp:
In einem Naturgarten mit ungemähten Bereichen findet sich auch stets Material zum Basteln. Leicht gemacht, hübsch und duftend zum Muttertag sind zum Beispiel Gräserherzen.

Tipp #2:  Beerensträucher – Naschobst  für jede Gartengröße

(c) pixabay, Ribisel sind ideales Naschobst für den Garten – sie wachsen robust und pflegeleicht.

Die Verwendung von Beerensträuchern bietet auch für Reihenhausgärten-, Terrassen oder Balkone die Möglichkeit, frisches, gesundes Obst zu ernten. Werden verschiedene Sorten und Arten kombiniert, kann die Erntezeit den Sommer über ausgedehnt werden. Beerensträucher bevorzugen generell sonnige bis halbschattige Standorte und lockeres, humoses Substrat. Eine regelmäßige Wasserversorgung und eine Mulchschicht aus z.B. Holzhäcksel, um Feuchtigkeit besser im Boden zu halten, sind für eine gute Entwicklung und Fruchtbildung wichtig. Starkwüchsige Himbeer- und Brombeersträucher benötigen ein Rankgerüst zur Stütze. Richtig platziert und gruppiert, sind Beerensträucher im Gemüsegarten als Windschutz praktisch. Für die Pflanzung im Topf bietet der Handel kleinbleibende Sorten. Am Balkon können Beerensträucher je nach Wuchshöhe auch als Sichtschutz eingesetzt werden. Frische Früchte sind nicht nur gesund, mit dem Eigenanbau von Obst und Gemüse können wir auch Verpackung und Transportwege einsparen.

Veranstaltungstipp:
„Natur im Garten“ Vortrag: „Speisekammer Naturgarten“
Freitag, 16.05.2025 von 19.00 bis 20.30 Uhr
Gemeindesaal Großweikersdorf,
Hauptplatz 7, 3701 Großweikersdorf (Bezirk Tulln)
Eintritt frei

Weiterführende Infos zu Wildsträuchern

Tipp #3: Gemüseanbau und Sommerhitze

(c) A. Haiden, Natur im Garten, Gemüsesorten wie Rote Rübe können sich selbst gut mit Wasser versorgen.

Salate, Radieschen, Erbsen, Rucola und Kohlrabi wachsen, bis die Hitze des Sommers kommt. Ab Mitte Mai beginnt dann die zweite, große Anbauwelle im Gemüsegarten. Wärmeliebende Arten wie z.B. Kürbis, Zucchini, Melonen, Süßkartoffeln, Melanzani oder Paprika werden nun ausgepflanzt. Haben sich die Pflanzen gut entwickelt, dann sind diese Gemüsearten relativ trockenheitstolerant. Auch früh gesäte Sommerkulturen mit tief reichenden Wurzeln, wie z.B. Karotte, Pastinake, Rote Rübe, Mangold, Porree oder Speiserübe, können sich selbst lange mit Wasser versorgen. Regelmäßige Wassergaben sind aber auch für robustere Gemüsearten notwendig, um schöne Erträge zu bekommen. Die oberste Bodenschicht im Gemüsegarten sollte regelmäßig gelockert und reifer Kompost eingearbeitet werden, um die Wasserspeicherkapazität des Bodens zu erhöhen. Mit organischen Materialien wie z.B. Heu, Hanf- oder Flachsschäben, Rasenschnitt oder Schafwolle mulchen, um Feuchtigkeit im Boden zu halten. Dem Substrat können außerdem wasserspeichernde Materialien beigemischt werden. Morgens durchdringend gießen mit größeren Wassermengen (dafür seltener) und gezielt zum Wurzelbereich. Gesammeltes Regenwasser bekommt den Pflanzen und auch dem eigenen Börserl gut.

Veranstaltungstipp:
„Natur im Garten“ Workshop:
„Dekorative Gemüse fürs Auge und den Gaumen“
Freitag, 23.05.2025 von 17.30 bis 19.30 Uhr
3430 Tulln an der Donau
Kosten: EUR 18,-

Tipps zum wassersparenden Gießen

Tipp #4: Fugen und Wege begrünen

(c) K. Weber, Natur im Garten, Begrünte Fugen erhöhen die Versickerungsmenge von Niederschlag erheblich

Wege führen uns durch den Garten und ermöglichen auch bei nasser Witterung ein komfortables Begehen. Damit Regenwasser nicht ungenutzt abfließt, sollten Wege nicht asphaltiert werden. Unversiegelter Boden ist wichtig und wertvoll, denn er filtert und speichert Wasser. Je mehr Wasser vor Ort versickern kann, umso mehr steht den Pflanzen bei Trockenheit zur Verfügung. Unversiegelte Flächen wirken zudem positiv auf das Mikroklima, da sie sich im Gegensatz zu Asphaltflächen weniger aufheizen und das im Boden gespeicherte Wasser verdunsten kann. Im Gemüsegarten sind z.B. Wege aus Holzhäcksel günstig und in der Regel ausreichend. Ringsum von Kräuterrasen umgebene Trittsteine oder Steinplatten erleichtern notwendige Wege durch den Garten wie etwa zum Komposthaufen. Die Fugen von Pflastersteinen können bei ausreichender Tiefe z.B. mit Sand-Thymian, Pfennigkraut, Fingerkraut, Römischer Kamille oder Sedum begrünt werden. Das erspart mühsames Fugenkratzen und erhöht die Versickerungsmenge von Niederschlagswasser erheblich. Für Einfahrten und Parkplätze eignen sich Schotterrasen, Rasengittersteine und Sickerpflaster. So wird ihr Garten Schritt für Schritt klimafit!

Veranstaltungstipp:
„Natur im Garten“ Workshop:
„Klimafit und entspannend: Meine kühle Oase mit Zukunft“
Donnerstag, 26.06.2025 von 17.30 bis 19.30 Uhr
3430 Tulln an der Donau
Kosten: EUR 18,-'

Weitere klimafitte Maßnahmen

„Natur im Garten" Schaugärten: Veranstaltungstipps des Monats

  • Maibaumfest in Schloss Hof (Bezirk Gänserndorf)
  • Familienfest im schlossORTH, Schlossinsel (Bezirk Gänserndorf)
  • Schmetterlingssonntag im Naturkunde Hexengarten (Bezirk Gänserndorf)
  • Walpurgis Nacht und Beltane Fest im Naturkunde Hexengarten (Bezirk Gänserndorf)
  • Workshop Räuchern mit heimischen Kräutern bei Susis Pflanzentausch (Bezirk Hollabrunn)
  • Der Zauber der Walpurgisnacht im Nationalpark Thayatal (Bezirk Hollabrunn)
  • Kräuterworkshop im Schlosspark Laxenburg (Bezirk Mödling)
  • Kräuterspaziergang im Schlosspark Laxenburg (Bezirk Mödling)
  • Großer Jungpflanzenmarkt in der ARCHE NOAH (Bezirk Krems)
  • Genuss & Garten im Karikaturengarten Brunn am Wald (Bezirk Krems)

Alle Veranstaltungen in den Schaugärten

„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333