Der Garten im März – Praktische Tipps und kreative Ideen für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner

Mit den „Gartentipps des Monats” informiert die NÖ Umweltbewegung „Natur im Garten” jeweils am Ende des Monats über die wichtigsten Arbeiten und schönsten Gestaltungsideen für den kommenden Monat.

Kräuter pflanzen – bitte torffrei!

Kräuter sind – im Beet wie im Topf gepflanzt – ideal für Gartenneulinge. Entscheidend für kräftige und gesunde Pflanzen ist die Wahl passender Erde. Wichtigste Regel: Verwenden Sie nur torffreie Erde. „Bio“-Erde ist nicht automatisch torffrei – wirklich torffrei sind nur Produkte, auf denen „torffrei“ oder „ohne Torf“ steht. Warum das wichtig ist? Torf stammt aus Mooren – seltenen Lebensräumen, die große Mengen Kohlenstoff speichern und spezialisierten Tier- und Pflanzenarten Heimat bieten. Beim Torfabbau werden Moore zerstört und der gespeicherte Kohlenstoff als CO₂ freigesetzt, was folglich Klima und Umwelt schädigt. Deshalb ist es sinnvoll und notwendig, auf Torf zu verzichten. Torffreie Kräutererde eignet sich für mediterrane Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Salbei, Curry- und Heiligenkraut oder Lavendel. Eine jährliche Gabe Magnesiumkalk tut diesen Kräutern gut. Schnittlauch, Basilikum, Dill, Liebstöckel oder Petersilie gedeihen gut in torffreier, etwas mit Quarzsand abgemagerter Gemüseerde. Schmackhafte Kräuter und beste, torffreie Erden finden sich bei den „Natur im Garten“ Gütesiegel-Produkten sowie unseren „Natur im Garten“ Partnerbetrieben.


Tipps zum richtigen Umgang mit torffreier Erde
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Mehr zu Kauf, Selbstherstellung und Pflege
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„Natur im Garten“ Workshop zum 1x1 des Kräuteranbaus
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Infos zur Kampagne „Torffrei – sei dabei!"

Duftende Kräuter, tanzende Falter

Kräuter und Schmetterlinge – beide sorgen für Glücksmomente im Garten und am Balkon. Wie gut, dass Schmetterlinge und ihre Raupen Kräuter ebenso mögen wie wir. Die Auswahl an schmackhaften Kräutern für Mensch und Falter ist groß - pflanzen Sie zum Beispiel Oregano/Dost, Thymian, Salbei, Majoran, Ysop, Minzen, Lavendel, Wermut, Zitronenmelisse oder Dill. Ein sonniges Kräuterbeet, eingefasst mit Natursteinen oder Ziegel und ergänzt mit dekorativen Holzstücken, ist ein echter Hingucker und ein Magnet für Schmetterlinge. Dort fühlen sich auch viele weitere Insekten wie Wildbienen wohl – mit etwas Glück kommt auch eine Eidechse zu Besuch. Brennnessel, Wiesen-Schaumkraut, Knoblauchsrauke, Gundelrebe, Löwenzahn, Hornklee, Rot- und Weißklee oder Gänseblümchen sind ebenso wertvolle Futterpflanzen für Schmetterlinge. Viele dieser vermeintlichen „Unkräuter“ bereichern zudem die Küche. Sie liefern frisches, gesundes Frühlingsgrün z.B. als Zutat in Smoothies. Wer sie schätzen lernt, lässt den Schmetterlingen trotzdem bestimmt gern noch etwas übrig.


Derzeit wird von Blühendes Österreich und „Natur im Garten“ auch wieder der Schmetterling des Jahres gesucht – voten Sie noch bis zum 8. März mit!
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Schmetterlinge entdecken und fördern
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Tipps von Biogärtner Karl Ploberger
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Vortrag „Gärten für Schmetterlinge, Bienen & Co“
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Dill anbauen – So gelingt's

Dill ist ein beliebtes Küchenkraut und eignet sich gut für den Anbau im Garten, Hochbeet und in großen Töpfen. Am besten wächst das zartblättrige Kraut an einem sonnigen Platz in nährstoffreichem, leicht feuchtem, aber nicht nassem Boden. Dill mag es nicht, umgesetzt zu werden. Deshalb wird am besten direkt ins Freie je nach Region ab April (sobald es keinen Frost mehr gibt) ausgesät. Die Samen werden locker auf die Erde gestreut oder in Reihen mit mind. 20 cm Abstand ausgesät. Weil Dill ein Lichtkeimer ist, wird das Saatgut nur leicht mit Erde überzuckert, angedrückt und leicht feucht gehalten. Regelmäßiges Jäten ist wichtig, denn Dill ist nicht besonders konkurrenzstark. Eine dünne Mulchschicht, z.B. aus frischem Rasenschnitt, tut den Pflanzen gut. Gurken, Karotten, Bohnen und Salat sind geeignete Beetpartner. Wer mehrmals im Sommer ernten möchte, kann Dill bis Juli alle zwei bis drei Wochen nachsäen. Blühender Dill ist nicht nur schön, sondern auch Nahrung für Insekten. Die bunten Raupen des Schwalbenschwanzes mögen Dill. Sie sitzen einzeln auf den Pflanzen und schaden ihnen nicht. Die dicken, hohlen Stängel können ein natürliches Insektenhotel für Wildbienen sein, wenn Sie sie nicht abschneiden, sondern über den Winter bis ins späte Frühjahr stehen lassen. Damit trägt Dill nicht nur zur Verfeinerung von Speisen, sondern auch zur Förderung der Artenvielfalt im Garten bei.


Jahresschwerpunkt „Pflanze Kräuter. Würze dein Leben.“
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Webinar: Aromatische Kräuter jetzt säen
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Frühlingsarbeiten – ökologisch & klimafit
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Frühjahrsschnitt – Frisörtermin für Kräuter

Mehrjährige Kräuter wie Rosmarin, Thymian, Oregano, Ysop, Lavendel oder Salbei verholzen mit den Jahren. Damit die „Mini“-Sträucher nicht verkahlen und schön kompakt bleiben, ist ein jährlicher Rückschnitt wichtig. Ein guter Zeitpunkt ist das Frühjahr - wie beim Rosenschnitt etwa zur Forsythienblüte - jedenfalls bevor die Kräuter neu austreiben. Ein leichter Schnitt durch laufende Ernte ist bis in den August, in milden Lagen auch bis in den September, möglich. Im Herbst und Winter wird nicht geschnitten. Aus dem alten, braunen Holz treiben mediterrane Kräuter kaum neu aus. Deshalb werden nur die grünen Teile der Pflanze, auf etwa 10 cm über dem verholzten Teil, zurückgeschnitten. Nutzen Sie kräftige, grüne Triebspitzen gleich, um neue Pflanzen zu ziehen. Für Stecklinge werden Triebspitzen von 5-10 cm Länge verwendet. Entfernen Sie alle Blätter bis auf drei Blattpaare und stecken Sie die Stecklinge etwa 3 cm in Töpfe mit torffreier Anzuchterde. Gleichmäßig feucht, aber nicht nass gehalten, sollten die Jungpflanzen bei rund 20 °C nach etwa vier Wochen neuen Austrieb zeigen. Gut entwickelte Pflanzen können dann in größere Töpfe oder in den Garten gesetzt werden.


Pflanzenvermehrung mit Stecklingen und Staudenteilung
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Gartenkräuter für Terrasse und Balkon
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„Natur im Garten“ Workshop: Kräuter selbst vermehren
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Veranstaltungen in den „Natur im Garten“ Schaugärten

Kräuterspaziergang im Schlosspark Laxenburg
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Osterzeit in den Kittenberger Erlebnisgärten
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„Kids Day“ in der Amethyst Welt Maissau
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Ostermarkt auf Schloss Hof
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SPÄHIKEL im Schloss Eckartsau
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Gärtnerinnenwissen von Schloss Hof
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Fest der 100.000 Blüten bei Kittenberger
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„Verspielte Symmetrie“ auf Schloss Hof
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Bänder flechten bei „Susis Pflanzentausch“
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Ostermarkt im Museumsdorf Krumbach
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Ostermarkt im Naturhotel Molzbachhof
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„Wildgehölze erkennen“ mit dem Ökokreis
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Kinderosterfest im Stadtpark Wiener Neustadt
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Ostern im Cottage Garten der Familie Ungersböck
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Osterwochenmarkt beim Schlosspark Bad Vöslau
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„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333