Der Garten im Februar – Praktische Tipps und kreative Ideen für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner
Mit den „Gartentipps des Monats” informiert die NÖ Umweltbewegung „Natur im Garten” jeweils am Ende des Monats über die wichtigsten Arbeiten und schönsten Gestaltungsideen für den kommenden Monat.
Bärlauch – Vorsicht beim Sammeln
Wenn der Bärlauch den Waldboden mit seinem grünen Blättermeer bedeckt, ist Sammelzeit für Wildknoblauch-Fans. Beim Pflücken gilt jedoch: nur in Maßen ernten und ausschließlich Pflanzen sammeln, die sicher erkannt werden. Bärlauch kann mit äußerst giftigen Pflanzen wie Maiglöckchen, Aronstab, Herbstzeitlose oder Salomonssiegel verwechselt werden. Frischen Sie Ihr Wissen daher vor dem Sammeln gezielt auf. Der Knoblauchgeruch ist – entgegen häufiger Empfehlungen – kein verlässliches Bestimmungsmerkmal, denn beim Sammeln riechen die Hände und damit bald alles knoblauchartig. Verlassen Sie sich auch nicht auf Bestimmungs-Apps und pflücken Sie jedes Blatt immer einzeln, ansonsten können leicht andere – mitunter giftige Pflanzen – unbemerkt mitgepflückt werden. Wer sich sicher ist, kann den „Hundsknofel“ vielseitig genießen: Das gesunde Wildkraut enthält etwa dreimal so viel Vitamin C wie eine Orange. Angeblich macht Bärlauch bärenstark – frühlingshaften Schwung bringt er auf jeden Fall in die Küche.
Bärlauch gefahrlos ernten
„Natur im Garten“ Video mit Tipps zum Sammeln
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Bärlauchöl und Bärlauchbutter
Kochtipps aus der ORF-Sendung „Natur im Garten“
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Webinar zum Thema Bärlauch
„Bärlauch – der frühe Star“ am 18. Februar um 18 Uhr
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Frisches, wildes Power-Grün
Im Beet und im Balkonkisterl tut sich im zeitigen Frühling noch wenig. Frisches, gesundes Grün lässt sich in dieser Zeit über Wildkräuter in die Küche holen. Junge Blätter von Bärlauch, Löwenzahn, Giersch, Vogelmiere oder Brennnessel stecken voller Kraft. Auch Gundelrebe, Knoblauchsrauke oder Scharbockskraut (vor der Blüte) sind fein im Salat. Beim Sammeln außerhalb des Gartens gilt: nur in kleinen Mengen und fern von Straßen, gedüngten Äckern oder Hundespazierwegen. Klassische Schmankerl sind z.B. Bärlauch- oder Brennnesselspinat, -knödel oder -suppe. Giersch schmeckt ebenso gut als Ergänzung im Spinat, im Gemüsestrudel oder auch auf der Pizza. Die Knospen von Gänseblümchen lassen sich wie Kapern einlegen, Gundelrebe zu würziger Kräuterbutter oder Kräutertopfen verarbeiten. Das Sammeln kann gleich mit dem Jäten verbunden werden: Wer Beikräuter im Beet früh entfernt, spart sich später mühsame Arbeit. Außerhalb der Beete dürfen sie stehen bleiben – denn Wildkräuter sind wichtige Nahrung für Wildbienen und Schmetterlinge. Geschmacklich interessant, von nussig bis süßlich, sind auch junge Blätter heimischer Bäume wie Buche, Linde, Birke oder Ahorn.
„Unkraut“ – einfach köstlich
„Natur im Garten“ Video über das Wildkraut Gundermann
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Gesichtswasser aus Wiesenknopf
Verwendungstipp von Kräuterhexe Uschi Zezelitsch
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Wilde Verwandte der Gartenpflanzen
„Natur im Garten“ Workshop in Form eines Spaziergangs
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Mehr zum Thema „Gemüse aus dem Hinterhof“
Erntevorsprung mit dem Frühbeet
Ein Frühbeet ist das Richtige für alle, die zeitig im Jahr mit dem Anbau von Gemüse und Kräutern beginnen bzw. den Winter über ernten wollen. Für den Garten kann ein Frühbeet aus Holzbrettern und alten Fenstern selbst gebaut werden. Auch Hochbeete im Garten, auf Terrasse oder Balkon lassen sich mit Fenstern abgedeckt oder mit passenden Aufsätzen rasch zu Frühbeeten umrüsten. Region und Witterung geben vor, ab wann ausgesät werden kann. Starker Schneefall und strenger Frost sollten nicht mehr bevorstehen. Spielt das Wetter mit, lassen sich schon Ende Februar Pflück- und Kopfsalat, Gartenkresse, Radieschen, Karotten, Rukola, Feld-/Vogerlsalat oder Spinat aussäen. Dabei ist es wichtig, die richtige Sorte zu wählen. Nicht jede Karotten-, Radieschen- oder Salatsorte eignet sich für den frühen Anbau. Informieren Sie sich deshalb beim Kauf von Samen, wann der richtige Zeitraum für die Aussaat ist. Ein Frühbeet ist nicht nur im Frühling praktisch. Ohne Abdeckung eignet es sich z.B. auch zum Anbau von Kräutern. Petersilie, Schnittsellerie, Garten-Kerbel oder Echter Koriander können dort im Sommer ausgesät werden. Im Winter wieder abgedeckt und geschützt, bieten frische Kräuter feine Würze für die Küche.
Tipps für die Gemüseanbauplanung
„Natur im Garten“ Podcast Folge #011
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Jungpflanzen vorziehen
Tipps zum Vorziehen von Tomaten und Salat
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Workshops zum Thema Gemüse
„Quer durch den Gemüsegarten“ und ˜1x1 der Gemüsevorzucht“
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Pflanze Kräuter. Würze dein Leben.
Kräuter sind die Würze des Lebens und echte Must-Haves im Garten, auf Terrasse und Balkon. Viele Arten lassen sich jetzt zu Hause in torffreier Anzuchterde vorziehen oder im späten Frühjahr direkt in den Garten oder das Balkonkisterl aussäen. Der Aufwand lohnt sich: selbst gezogene Jungpflanzen wachsen kompakt, sind gesund und robust. Wer lieber fertige Pflanzen kauft, ist bei Jungpflanzenmärkten oder regionalen Gärtnereien gut beraten. Supermarktkräuter wie Basilikum oder Petersilie sind meist für den raschen Verbrauch gedacht und weniger zum Auspflanzen geeignet. Für gutes Wachstum ist der richtige Standort entscheidend. Schnittlauch, Petersilie, Dill und Liebstöckel wachsen gut im Halbschatten in einem mit Wasser und Nährstoffen versorgten Gemüsebeet. Basilikum fühlt sich dort auch wohl, braucht aber einen vollsonnigen Platz. Mediterrane Kräuter wie Thymian, Rosmarin, Oregano, Salbei oder Lavendel lieben volle Sonne, brauchen aber durchlässigen und kargen, meist kalkreichen Boden. Die Vielfalt der Kräuter ist groß, für jeden Geschmack und Bedarf ist das richtige Kraut gewachsen. Pflanzen Sie heuer Ihre Lieblingskräuter – für feinste Würze im Leben!
Bunte Kräutervielfalt
„Natur im Garten“ Podcast Folge #015
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Kräuter unter der Lupe
Wissenswertes zu Kapuzinerkresse uvm.
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Workshops zum Thema Kräuter
Kräuterbeete gestalten und Kräuter selbst vermehren
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