Der Garten im August – Praktische Tipps und kreative Ideen für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner
Mit den „Gartentipps des Monats” informiert die NÖ Umweltbewegung „Natur im Garten” jeweils am Ende des Monats über die wichtigsten Arbeiten und schönsten Gestaltungsideen für den kommenden Monat.
Zweite Chance für Petersilien-Glück
Wer im Frühjahr mit der Petersilie kein Glück hatte, bekommt jetzt eine zweite Chance. Im Juli und August kann das beliebte Küchenkraut noch einmal ausgesät werden. Die Samen keimen im warmen Boden bei regelmäßiger Wasserversorgung rascher und zuverlässiger. Petersilie mag einen halbschattigen Standort und lockere, durchlässige, nährstoffreiche Erde. In frisch gedüngten Beeten fühlt sie sich hingegen nicht wohl. Wechseln Sie den Platz für den Anbau jährlich und achten Sie zudem darauf, dass dort zuvor keine verwandten Kräuter- oder Gemüsearten wie Fenchel, Karotte, Sellerie oder Dill waren. Gute Mischkulturpartnern sind hingegen Paradeiser, Erdbeeren, Lauch oder Salat. Die Saat wird in etwa 1 cm tiefe Rillen ausgebracht, der Abstand zwischen den Reihen sollte circa 25 cm betragen. Aufgrund der langen Keimphase ist es hilfreich, schnell keimende Radieschen oder Salat zwischen den Petersilienreihen auszusäen und die Aussaat mit Datum zu beschriften. Die schnell keimende „Markiersaat“ hilft, die Petersilie bei der Beetpflege nicht zu übersehen. Später im Jahr können einige kräftige Pflanzen eingetopft und im Haus kühl und hell überwintert werden. So lässt sich auch in der kalten Jahreszeit frische Petersilie ernten.
Videotipp: Wintergemüse aussäen
Zum Video
GartenSnacks mit Gerli & Bert
Zum Instagram-Kanal
Webinar: Kräuter aus aller Welt
Zu den Webinaren
Trockenzeiten: Wasser im Garten halten
Sommerhitze und längere Trockenzeiten stellen Gartenfans zunehmend vor Herausforderungen. Neben ausbleibendem Regen verdunstet auch immer mehr Wasser. In den vergangenen 30 Jahren hat die jährliche Verdunstungsmenge in Österreich um rund 17 Prozent zugenommen – Tendenz steigend. Sauberes Wasser ist in weiten Teilen der Welt keine selbstverständliche Ressource. Umso wichtiger ist ein sorgsamer Umgang damit. Wer Regenwasser sammelt und den Boden vor dem Austrocknen durch Mulchen oder Hacken schützt, hilft nicht nur den Pflanzen, sondern spart auch kostbares Trinkwasser. Möglichkeiten, um Wasser im Garten zu halten, gibt es viele. Mit Regentonnen und Zisternen lässt sich wertvolles Niederschlagswasser sammeln. Über Gründächer, Regenbeete und Wege mit breiten Fugen kann Wasser vor Ort versickern, anstatt über den Kanal verloren zu gehen. Beete und Töpfe zu mulchen, also den Boden rund um die Pflanzen abzudecken, ist eine der wichtigsten Maßnahmen, um Verdunstung vorzubeugen. Wird dünn mit Rasenschnitt, Holzhäcksel, Heu, Schaf- oder Alpakawolle gemulcht, freuen sich auch Regenwurm & Co. Sie setzen das Material um, wodurch Fruchtbarkeit und Wasserhaltefähigkeit des Bodens zunehmen. Auf leerstehenden Beeten lohnt es sich zudem, Gründüngung anzubauen. Auch innovative, wasserspeichernde Produkte aus natürlichen Materialien wie Holzfasern, Cellulose, Schaf- oder Alpakawolle sind sehr hilfreich, um Feuchtigkeit im Boden zu halten.
Tipp: Unter www.naturimgarten.at/guetesiegel finden Sie in den Rubriken „Bodenhilfsstoffe“ und „Mulchen“ eine Auswahl an zertifizierten Produkten für den Naturgarten. Das Team vom „Natur im Garten“ Telefon berät zudem gerne bei allen Gartenfragen: 02742 / 74 333 bzw. gartentelefon@naturimgarten.at
Video: Mulchmaterialien im Garten
Zum Video
Regenwasser sammeln und clever nutzen
Zum Infoblatt
Vortrag: Gärten klimafit machen
Zur Veranstaltung
Essbare Blüten – jetzt Samen ernten
Was wären unsere Gärten, Terrassen und Balkone ohne blühende Pflanzen? Noch schöner ist es, wenn sich dieser Augenschmaus auch vernaschen lässt. Die Auswahl an wohlschmeckenden Blumen für die Küche ist oft größer als gedacht. Wildpflanzen wie Löwenzahn, Veilchen, Gundelrebe oder Gänseblümchen können schon zeitig im Jahr gepflückt werden. Dabei ist es wichtig, nur abseits von Straßen, gedüngten Feldern oder Hundegassi-Wegen zu sammeln. Gesund und dekorativ ergänzen sie z.B. Salate oder Aufstriche. Auch für Beet und Topf gibt es zahlreiche Pflanzen mit essbarem Blütenschmuck – wie etwa Kapuzinerkresse, Borretsch, Ringelblume, Malve oder Gewürztagetes. Das Praktische daran: Im Herbst lassen sich davon ganz einfach per Hand eigene Samen für das kommende Jahr gewinnen. Dafür bleiben einige Blüten so lange stehen, bis die Samenstände bräunlich werden. Geerntet wird am besten mittags bei trockenem Wetter. Breiten Sie die Samen vor der Lagerung einige Tage an einem luftigen Ort im Haus auf, damit Restfeuchte entweichen kann. Sind die Samen gut durchgetrocknet, werden sie in Papiersackerl oder Kuverts gefüllt, beschriftet und in einem dichten Behälter (wie einem Schraubglas) mäuse- und mottensicher, kühl sowie dunkel aufbewahrt. Diese eigene Schatzkiste an essbaren Blüten macht schon jetzt Vorfreude aufs nächste Gartenjahr.
Video: Genuss aus dem Naturgarten
Zum Video
Einstieg in die Samenernte
Zum Blog
Vortrag: Speisekammer Naturgarten
Zu den Veranstaltungen
Kräuter trocknen, Sommerduft bewahren
Rosmarin, Thymian, Salbei, Bohnenkraut, Ysop oder Oregano – viele Kräuter lassen sich ganz einfach trocknen und bewahren so ihren Duft und Geschmack bis in den Winter. Ernten Sie die Triebe an einem warmen, trockenen Vormittag und sammeln Sie sie in einem luftigen Behälter, zum Beispiel in einem Korb. Das Aroma ist bei den meisten Gewürzkräutern kurz vor der Blüte am intensivsten. Binden Sie 5 bis 8 Triebe mit einem Faden zusammen und hängen Sie die Bündel kopfüber an einem schattigen, luftigen, sauberen Ort auf – etwa auf einem waagrecht aufgehängten Stock, auf einer Wäscheleine in der Wohnung oder am Dachboden. Rascheln die Blätter nach etwa einer Woche und lassen sie sich leicht zwischen den Fingern zerreiben, sind sie trocken genug. Blätter und Blüten werden dann einfach von den Stängeln gerebelt, in beschriftete Schraubgläser gefüllt und dunkel gelagert – so bleiben die Kräuterschätze bis zu einem Jahr aromatisch. Ob als Gewürz, Tee, Kräutersalz, Badesalz oder Duftkissen – jetzt geerntete Kräuter schenken Ihnen den Geschmack und Duft des Sommers noch lange nach der Gartensaison und eignen sich auch wunderbar als selbstgemachte Geschenke.
Ernten, trocknen und verarbeiten
Zur ORF-Sendung
Tipps zum Lagern und Konservieren
Zum Infoblatt
Einblick in einen Heilkräutergarten
Zur ORF-Sendung
Veranstaltungen in den „Natur im Garten“ Schaugärten
Gartensommer-Vollmondnacht im Museumsdorf Niedersulz
Zur Veranstaltung
Historische Handwerkskurse für Kinder im MAMUZ Schloss Asparn
Zur Veranstaltung
Kräuterbienchen-Workshop für Kinder im STARKL Erlebnisgarten
Zur Veranstaltung
Kräuterwanderung bei SONNENTOR Erlebnis
Zur Veranstaltung
„Ritter Rost“ in den Kittenberger Erlebnisgärten
Zur Veranstaltung
Sommerkino im Hofgarten Stift Seitenstetten
Zur Veranstaltung
Naturgarten-Führung bei SONNENTOR Erlebnis
Zur Veranstaltung
WAGRAM Wein.findet.Stadt in der Ökologischen Gartenstadt Tulln
Zur Veranstaltung
Mondscheinführung „Zauber der Nacht“ im Schlosspark Laxenburg
Zur Veranstaltung
Lichtertanz – Schloss Hof im festlichen Glanz
Zur Veranstaltung
Kinderprogramm im Unter.Wasser.Reich Schrems
Zur Veranstaltung
„Nachts im Garten“ auf der GARTEN TULLN
Zur Veranstaltung
Gärtnerinnenwissen von Schloss Hof
Zur Veranstaltung
„Tag der Kräuter“ in den Schaugärten
Zur Veranstaltung
Gartensommernacht im Stiftspark Melk
Zur Veranstaltung