Der Garten im April – Praktische Tipps und kreative Ideen für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner

Ab sofort gibt es die beliebten „Natur im Garten" Gartentipps nicht mehr wöchentlich, sondern gebündelt einmal im Monat: Mit den „Gartentipps des Monats“ informieren wir ab sofort jeweils in der letzten Woche des Monats über die wichtigsten Arbeiten und schönsten Gestaltungsideen für den kommenden Monat. So können Sie Ihren Leserinnen und Lesern eine kompakte Vorschau und Inspiration liefern, was in ihrem grünen Paradies als Nächstes ansteht.

Tipp #1: Beerensträucher im Frühjahr mulchen

Beim Mulchen wird der Boden mit verschiedenen Materialien abgedeckt. Mulchen in Beeten sowie unter Sträuchern und Hecken bringt viele Vorteile. So wird unerwünschter Aufwuchs von Beikräutern unterdrückt, was das Jäten deutlich reduziert. Das Bodenleben wird gefördert, Feuchtigkeit besser im Boden gehalten und Temperaturschwankungen ausgeglichen. Flachwurzelnden Pflanzen (wie z.B. Himbeeren, Brombeeren oder Ribiseln) tun im Frühjahr deshalb, sobald der Boden erwärmt ist, eine Versorgung mit etwas reifem Kompost oder organischem Dünger und eine Mulchschicht gut. Zuerst werden Beikräuter rund um die Sträucher entfernt. Nach dem Düngen wird eine etwa fünf Zentimeter hohe Schicht aus z.B. gehäckseltem Strauchschnitt, Holzhäcksel, Gartenfaser, Rindenkompost oder Rindenmulch von guter Qualität (RAL-gütegesicherter Rindenmulch) aufgebracht.

Nähere Infos rund um das Thema Mulchen erhält man im Infoblatt „Mulchen – die Erde schonend zudecken“. Passende Mulchmaterialien und organische Düngemittel finden sich HIER.

Videoanleitung

Tipp #2: Baum des Jahres – Mehlbeere pflanzen

(c) pixabay - die Mehlbeere gilt als klimatolerant, anspruchslos und gut für die Artenvielfalt im Garten.

Der 25. April ist „Tag des Baumes“. Bäume sind wertvolle Schattenspender und Klimaregulatoren im Garten. Ihr Laubdach senkt durch die Verdunstung von Wasser spürbar die Temperatur und erhöht gleichzeitig die Luftfeuchtigkeit. Diese positiven Klimaeffekte sind für uns nicht nur direkt unter einem Baum zu spüren, sondern verbessern das Mikroklima in der nahen Umgebung. Viele gute Gründe also, um Bäume im Garten zu pflanzen. Der Baum des Jahres 2025, die Gewöhnliche Mehlbeere (Sorbus aria), ist eine mittelgroße, heimische Art und kann bei guten Bedingungen 200 Jahre alt werden. Sie gilt als klimatolerant und anspruchslos. Ihre weißen Doldenblüten bieten Insekten Nahrung, und Vögel finden Nistmöglichkeit und schmackhafte Beeren.

Zum Baumnavigator

Tipp #3: Kräuterrasen ansäen

Das zeitige Frühjahr ist neben dem Herbst die ideale Zeit für die Neuanlage, Umgestaltung oder ökologische Renovierung Ihres Rasens. Trotz intensiver Pflege und Sorgfalt entstehen im klassischen Zierrasen im Sommer leicht sonnenverbrannte, unansehnliche Flächen. Daher kann der „Englische Rasen“, der meist nur aus 3-4 Grasarten besteht, als einer der Verlierer des Klimawandels bezeichnet werden. Klimafit, ökologisch wertvoll und pflegeleicht ist stattdessen ein Kräuter- oder Blumenrasen. Kräuterrasenmischungen bestehen aus robusten Gräsern und flachwachsenden Kräutern. Ihre Wurzeln reichen tief in den Boden. Dadurch sind sie bestens für Trockenperioden gewappnet. Durch das langsamere Wachstum muss weniger oft gemäht werden. Bunte Blüten im Kräuterrasen bieten außerdem zahlreichen Insekten Nahrung. Wie kommt man vom Zier- zum Kräuterrasen? Man reduziert das Gießen, Düngen und Mähen und lässt die Natur walten. So werden Kräuter bzw. Samen, die sich bereits in der Rasenfläche befinden, gefördert und können sich langsam ausbreiten. Schneller geht es, wenn der Rasen an einigen Stellen inselartig entfernt, die Erde mit Quarzsand (kein Spielsand) vermischt und darauf das Saatgut ausgebracht wird. Bei einer Neuanlage wird auf diese Weise die ganze Fläche neu eingesät. So entstehen wertvolle, klimafitte Grünflächen, die nicht nur den Schmetterling des Jahres, den Schwalbenschwanz, sondern auch Wildbienen und andere Insekten mit Nahrung versorgen.

Weitere klimafitte Maßnahmen

Tipp #4: Ostereier natürlich färben

Bunt gefärbte Ostereier schmücken jedes Osternest. Indem man die Farbpalette der Natur zum Färben nutzt, lässt sich das Osterfest gemeinsam mit den Kindern vorbereiten. Rötliche Ostereier gelingen mit dem Saft von Roten Rüben oder Zwiebelschalen, gelb färben Kamillen- oder Johanniskrauttee und Kurkumapulver. Spinatblätter, Brennnesseltee oder Giersch erzeugen sanfte Grüntöne. Violett bis Blau zaubern Heidelbeeren, Holunderbeerensaft und Blaukraut. Besonders hübsche Muster entstehen durch das Auflegen von Blättern und Blüten vor dem Färben. Empfohlen wird die Verwendung heller oder weißer Bio-Eier, damit die sanfteren Naturtöne besser zur Geltung kommen. Die Eier werden vor dem Färben mit Essig eingerieben, damit die Farbe besser hält – die Eier sollten zur Gänze im Farbsud liegen. Die fertig getrockneten Eier werden abschließend mit etwas Speiseöl eingerieben, damit sie schön glänzen.

Videoanleitung Ostereier natürlich färben

„Natur im Garten" Schaugärten: Veranstaltungstipps des Monats

  • „Spähikel“ im Schlosspark Eckartsau (Bezirk Gänserndorf)
  • Göttweiger Ostermarkt (Bezirk Krems)
  • „ABC der Mischkultur“ beim ÖKOKREIS (Bezirk Krems)
  • „Jagd in der Urgeschichte“ im MAMUZ (Bezirk Mistelbach)
  • Saisonstart im Schlosspark Laxenburg (Bezirk Mödling)
  • Ostermarkt im Molzbachhof (Bezirk Neunkirchen)

Alle Veranstaltungen in den Schaugärten

„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333