Der Garten im April – Praktische Tipps und kreative Ideen für Hobbygärtnerinnen und Hobbygärtner

Mit den „Gartentipps des Monats” informiert die NÖ Umweltbewegung „Natur im Garten” jeweils am Ende des Monats über die wichtigsten Arbeiten und schönsten Gestaltungsideen für den kommenden Monat.

Kapuzinerkresse – Alleskönner der Kräuter

Die Kapuzinerkresse (Tropaeolum majus) ist eine einjährige Pflanze aus Südamerika. Es gibt rankende und buschige Sorten. An einem sonnigen bis halbschattigen Platz im Beet oder Topf liefert sie farbenfrohe, essbare Blätter, Blüten und Samen. Ihr leicht scharfer Geschmack passt gut in Salate und verfeinert Kräuterbutter oder -topfen. Die Blüten schmücken süße und pikante Speisen. Knospen und unreife Samen lassen sich als „falsche Kapern“ in Essig einlegen. Schnecken lassen sich ausgewachsene Kapuzinerkresse nicht schmecken – Blattläuse, Erdflöhe und Kohlweißlingsraupen hingegen schon. Im Gemüsegarten kann sie daher gezielt zur Ablenkung dienen. Auch als blühende Unterpflanzung auf der Baumscheibe von Laubbäumen macht die farbenfrohe Alleskönnerin eine gute Figur. Kapuzinerkresse ist frostempfindlich. Ab März kann sie im Haus in torffreier, magerer Erde vorgezogen werden. Ab Mitte Mai wird sie ausgepflanzt oder direkt ins Freie gesät. Die Samen kommen 1-2 cm tief in die Erde, da sie zu den Dunkelkeimern zählt. Im gut vorbereiteten Beet wird gar nicht, im Topf nur sparsam gedüngt – sonst gibt es viele Blätter, aber weniger schmackhafte Blüten.

Tipp für Pädagoginnen und Pädagogen: Auf der Plattform www.lernenimgarten.at gibt es zahlreiche Methoden und Materialen für den Unterricht – darunter zur Kapuzinerkresse im Jahreslauf. Weitere Möglichkeiten, den naturnahen Schul- und Kindergarten-Garten als vielseitiger Erlebnis- und Lernraum zu nutzen, vermittelt die „Natur im Garten“ Fachtagung Gartenpädagogik am 30. Mai 2026 auf der GARTEN TULLN – Anmeldung und weitere Infos HIER.


Gratis-Samensackerl mit Kapuzinerkresse
„Natur im Garten“ Aktionssonntag in den Gemeinden
Weitere Infos

Mehr essbare Blüten aus dem Naturgarten
Videotipp zu Genuss aus dem eigenen Garten
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„Esperanza-Rollen“ mit Kapuzinerkresse
Rezepttipp von „Kräuterhexe“ Uschi Zezelitsch
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Anpfiff im Beet: Kräuter als Teamplayer

Wenn im heurigen Sommer die Fußball-WM über die Bühne geht, sind alle Sportbegeisterten mit ganzem Herzen an der Seite ihres Lieblings-Teams. Wer ein gutes Pflanzen-Team zusammenzustellt, kann auch im Garten und auf dem Balkon auf eine erfolgreiche Saison hoffen. In der Mischkultur mit Gemüse und Obst gepflanzt, sind Kräuter echte Teamplayer. Die meisten Kräuter sind genügsam, das Gemüse muss sich die Nährstoffe also kaum teilen. Niedrig wachsende Kräuter beschatten den Boden des Beets, wodurch während der Sommerhitze weniger Wasser verdunstet. Die Auswahl an Kräutern ist groß – so ist für jeden Geschmack und Bedarf bestimmt etwas dabei. Zudem sind viele Kräuter nicht nur schmackhaft, sondern auch wohltuend. Ihre Blüten bringen Farbe in den Garten und locken Nützlinge an, die Gemüse und Obst bestäuben. Unerwünschte Gartengäste wie Blattläuse werden ebenso verspeist – das bringt mehr Ernte und gesündere Pflanzen. Gute Teams sind etwa Basilikum und Paradeiser, Dill und Gurke, Bohnenkraut und Bohne, Salat und Ringelblume oder Paprika/Chili und (Gewürz-)Tagetes. Wer auf Kräuter im Mischkultur-Team setzt, hat also viele Vorteile – und damit schon halb gewonnen!


Die große „Natur im Garten“ Kräuter-WM:
Jetzt anmelden und mitkicken!

Passend zur Fußball-WM und zum „Natur im Garten“ Jahresschwerpunkt „Pflanze Kräuter. Würze dein Leben.“ warten bei der Kräuter-WM spannende Aufgaben und attraktive Preise. Weitere Infos und Anmeldung: www.kräuter-WM.at


Mischkultur im Gemüsegarten
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Das 1x1 des Kräuteranbaus
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Durcheinander mit System
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Löwenzahn vs. Kirschlorbeer – Beikraut oder Unkraut?

In und rund um unsere Gärten wachsen zahlreiche Wildpflanzen. Manche Beikräuter - wie Löwenzahn, Gundelrebe oder Gänseblümchen - haben einen schlechten Ruf als Unkraut. Dabei sind viele davon für uns essbar. Besonders im Frühling sind sie außerdem wichtig für Tiere. Wildbienen wie Hummeln, aber auch Schmetterlinge und Schwebfliegen brauchen die Blüten heimischer Wildpflanzen nach dem Winter als Nahrungsquelle. Wirklich problematisch sind hingegen nicht-heimische Pflanzen wie der Japanische Staudenknöterich oder das Drüsige Springkraut. Diese sogenannten invasiven Neophyten breiten sich rasch aus und bilden dichte Bestände. Wo sie wachsen, überwuchern sie alles und verdrängen heimische Pflanzen – und damit auch alle Tiere, die auf sie angewiesen sind. Wo immer sie auftreten, ist die möglichst vollständige Entfernung und richtige Entsorgung deshalb wichtig und notwendig. Je früher im Jahr, desto besser! Knöterich-Sprösslinge können bis 20 cm Länge, wie Rhabarber oder Spargel zubereitet, auch gegessen werden. „Neophyt des Jahres“ ist heuer eine beliebte Heckenpflanze: der giftige Kirschlorbeer. In der Schweiz ist der Verkauf bereits verboten, in Deutschland wird darüber diskutiert. Wer gehört also eher in unsere Gärten: Löwenzahn oder Kirschlorbeer? Beikraut oder Unkraut – das ist hier die Frage.


Neophyten – begrüßen oder weg damit?
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„Natur im Garten“ Gartenerlebnisse: Unkraut sucht Liebe
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Vielfalt fördern – invasiven Pflanzen vorbeugen
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Neue Kräuter – mehr als Petersilie & Co.

Die Vielfalt an Kräutern ist groß – Klassiker wie Petersilie, Schnittlauch, Basilikum oder Oregano haben wohl die meisten im Garten oder am Balkon. Weniger bekannt, doch ebenso schmackhaft und pflegeleicht, sind Curry-, Heiligen- oder Olivenkraut. Thymian gibt es auch mit Zitronen- oder Orangenaroma und in verschiedenen Wuchsformen wie Kaskaden- oder Polsterthymian. Die Geschmacksvielfalt der Minzen geht weit über die klassische Pfefferminze hinaus: Schoko-, Apfel-, Orange-, Erdbeere-, Ananas-, Banane- oder auch Cocktail-Minzen finden sich am Markt. Neuheiten wie Pfeffer-Thymian, Oregano-Thymian oder die nach Hendlsuppe schmeckende Bouillonpflanze sind im österreichischen Handel aktuell noch nicht verfügbar. Dafür findet sich ebenso Interessantes wie Eiskraut, Austernpflanze, Käsekraut, Salzkraut, Pilzkraut oder Wasabi-Rauke. Für alle, die schon vom Sommer träumen sind Kräuter wie Zitronenverbene, Goldmelisse oder Gewürztagetes ein heißer Tipp. Wieder im Trend ist auch, was einfach vor der Haustüre wächst – wer sich bei der Bestimmung sicher ist, kann jetzt z.B. aus jungen Blättern von Giersch, Vogelmiere, Brennnessel, Löwenzahn, Gänseblümchen, Veilchenblüten und Obst wie z.B. Äpfeln einen gesunden Frühlings-Smoothie mixen. Klassiker oder Neues für den Garten? Bei den „Natur im Garten“ Partnerbetrieben finden sich kräftige Jungpflanzen und alles, was es zum Kräuter-Anbau braucht.


Außergewöhnliche Kräuter – vorgestellt von Karl Ploberger
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Kapuzinerkresse, Kräuterrasen & Kräuterherzen für den Muttertag
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Kräuterbeete gestalten und Kräuter selbst vermehren
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Ostern in den „Natur im Garten“ Schaugärten

Wenn die ersten Knospen beginnen, uns ihre Köpfe entgegenzustrecken und die Vögel zu zwitschern beginnen, erwachen auch die „Natur im Garten“ Schaugärten aus dem Winterschlaf. In den Osterferien warten dabei nicht nur Tipps und Inspiration für die neue Gartensaison, sondern auch Oster-Veranstaltungen für die ganze Familie. Tipp: Die vielfältigen Produkte in den Gartencentern und Shops der Schaugärten sowie auch Gutscheine für einen Schaugarten-Besuch eignen sich auch hervorragend als Ostergeschenke.

„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333