• Schröpfschnitt bei neu angesäten Blumenwiesen

Schröpfschnitt bei neu angesäten Blumenwiesen

Eine der ersten Pflegemaßnahmen

Blumenwiesen anzubauen ist ein wenig wie „Blackboxgardening“. Das heißt, man weiß nie so ganz genau wie sich die Fläche entwickelt. In jedem Fall ist das Ergebnis individuell, denn keine Wiese gleicht der anderen vollständig.

Viele Einflussfaktoren wie die Bodenbeschaffenheit, Saatgutauswahl, Aussaatzeitpunkt oder die Witterung zur Zeit der Aussaat beeinflussen das Resultat.

Sicher ist nur eines: Blumenwiesen brauchen Zeit und Geduld, um sich zu etablieren. Gerade zu Beginn kann es sein, dass Unkräuter das Erscheinungsbild dominieren. Fast in jedem Boden schlummern Samen unerwünschter Beikräuter wie Melden oder Distelarten. Diese wachsen schnell und können die langsam wachsenden Wiesenpflanzen überwuchern.

In diesem Fall ist es wichtig, die Fläche rechtzeitig zu mähen, um das Unkraut in seiner Entwicklung zu bremsen und den Wiesenpflanzen Licht zu verschaffen. Vor allem einjährige Ackerunkräuter können so im Zaum gehalten werden. Man spricht bei dieser Vorgangsweise von einem sogenannten „Schröpfschnitt“.

Für Laien ist es jedoch schwer, Unkräuter und Wiesenkräuter zu unterscheiden, wenn die Pflanzen noch sehr klein sind oder gerade erst keimen. So stellt man sich die Frage, ob man einen Schröpfschnitt durchführen soll oder nicht.

Sollten Sie Zweifel dahingehend haben oder falls Sie eine Hilfestellung bei der Entscheidung benötigen ob ein Schröpfschnitt notwendig ist, können Sie ein, oder besser noch mehrere, Fotos von der Fläche machen und an das „Natur im Garten“-Telefon schicken (gartentelefon@naturimgarten.at).

Berücksichtigen Sie, dass Sie auch Bilder möglichst senkrecht von oben fotografieren sollten. Nur so kann man einzelne Arten zweifelsfrei erkennen. Wenn Sie schräg in den Bestand hineinfotografieren, erkennt man häufig nur eine einheitlich grüne Fläche.

Nähere Infos zur Anlage von Blumenwiesen erhalten Sie unter www.naturimgarten.at/infoblatt-blumenwiese

Übrigens: Im April haben wir von Natur im Garten an viele Gemeinden einen Kilosack mit Naturblumenwiesensaatgut versendet. Vergessen Sie nicht ihre ausgesäte Fläche auf https://www.bluehsterreich.at/ihre-bluehwiese.html einzutragen! So werden die Bemühungen der Gemeinden für alle sichtbar!

Bernhard Haidler, Natur im Garten