• Pflanzen- und Artenschutz durch Nistkästen

Pflanzen- und Artenschutz durch Nistkästen

(c) Schwegler

Wegen ihres Gesanges sind Singvögel große Sympathieträger in unseren Parks und Gärten. Niemand kann sich wohl den Frühling ohne ihr Gezwitscher vorstellen. Durch eine naturnahe Gestaltung von unseren Grünräumen kann man diese Tiere am besten fördern und unterstützen. Vielerorts herrscht jedoch ein Mangel an natürlichen Nistplätzen, weil alte Bäume mit entsprechenden Hohlräumen rar geworden sind. Durch das Aufhängen von Nistkästen kann man Höhlenbrütern wie Gartenrotschwanz, Kleiber oder vielen Meisenarten helfen sich fortzupflanzen und somit einen Beitrag zur Artenvielfalt leisten.

 Kohlmeisen brüten bis zu drei Mal jährlich und fliegen pro Tag über 500 Mal zum Nest um ihre Jungen mit Raupen und anderen Insekten zu füttern. Allein durch diese Zahlen wird klar, dass die gefiederten Freunde auch einen wertvollen Beitrag zum Pflanzenschutz leisten.

Zum Bau von Nistkästen sollte man nur gut abgelagertes, trockenes sägeraues Holz ohne Imprägnierung verwenden. Sind die Bretter im Innenbereich glatt gehobelt, finden die Jungen beim Herauskriechen nämlich nicht den nötigen Halt an den Wänden.

Kleine Meisenarten wie Blau-, Hauben-, Sumpf- oder Tannenmeisen bevorzugen Einflugöffnungen zwischen 26 und 28 mm. Kohlmeisen, Kleiber, Wendehals, Spatzen, Halsband- und Trauerschnäpper nehmen gerne Kästen mit Öffnungen von 32 – 34 mm an.

 Schutz vor Nesträubern

Eine Blechscheibe rund um das Einflugloch verhindert die Erweiterung des Loches durch den Buntspecht, der gerne Nestlinge frisst. Käufliche Nistkästen aus Holzbeton sind ebenfalls „einbruchsicher“.

Meisennistkästen sollte man nicht im dichten Astwerk von Baumkronen anbringen, sondern direkt am Stamm in etwa 2m Höhe. Nesträuber haben dort keine Ansitzmöglichkeiten. 

Wo aufhängen?

Idealerweise wird der Nistkasten so montiert, dass die Einflugöffnung nach Süden oder Südosten gerichtet ist. So ist er am besten vor Wind und Regen geschützt. Um Überhitzungen im Inneren zu vermeiden, ist darauf zu achten, dass der Kasten so montiert wird, dass er nicht den ganzen Tag in der prallen Sonne hängt.

Für spät heimkehrende Zugvögel wie den Gartenrotschwanz ist es empfehlenswert im April noch zusätzliche Nistkästen aufzuhängen. Viele Bruthöhlen sind zu diesem Zeitpunkt oft schon von Spatzen, Kohlmeisen und anderen ohnedies häufigen Höhlenbrütern besetzt.

 Weitere Tipps zum Bau von Nistkästen finden Sie in unserer Broschüre „Nützlinge im Garten“ auf Seite 41.