European Award for Ecological Gardening 2025

„Natur im Garten“, vertreten durch das Land Niederösterreich und dem Verein „European Garden Association - Natur im Garten International“, der „Natur im Garten“ GmbH sowie der „Natur im Garten“ Service GmbH verleihen diesen Preis zur Anerkennung herausragender ökologischer gärtnerischer Leistungen. Die europaweite Auszeichnung erfolgt durch eine internationale Fachjury.

Wir suchen im Rahmen des European Award for Ecological Gardening 2025 neue Lösungsansätze und Ideen für qualitätsvolle Aufenthaltsräume und eine gute gemeinsame Zukunft. Bis zum 31. Mai 2025 konnten die Bewerbungen eingereicht werden.

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Am 21. November 2025 fand die feierliche Preisverleihung mit Bekanntgabe der Siegerprojekte im Landhaus St. Pölten statt.

Ein unabhängiges und sachkundiges Gremium nominiert auf Basis der Beurteilungskriterien die besten Einreichungen pro Kategorie und bestimmt aus diesen das Siegerprojekt je Kategorie. Den Abschluss des Wettbewerbs bildet eine festliche Verleihungsfeier, bei der die nominierten Projekte dem Publikum vorgestellt und mit einer Nominierungsurkunde gewürdigt werden. Höhepunkt des Abends ist die Auszeichnung der erstplatzierten Projekte.

Und die Gewinner des European Award for Ecological Gardening 2025 sind…

Kategorie 1: Gärtnern im Zeichen der Gemeinschaft

Dieses Gemeinschaftszentrum für Mensch und Natur wird getragen von der Leidenschaft für Wildnis und Nachhaltigkeit und steht allen Interessierten 24 h täglich, 7 Tage die Woche offen.

Projektbeschreibung: (Download PDF)
Eingereicht von: Cumbria Wildlife Trust
Jahr der Projektrealisierung: seit 2021
Ort: Carlisle, Cumbria  (GB)
Website

Statement der Jury: Dieses Projekt beeindruckt durch seine ganzheitliche Verbindung von Natur, Bildung und sozialem Miteinander. In unmittelbarer Nähe eines Naturschutzgebiets gelegen, ist er für alle offen und lädt zum Entdecken, Lernen und Verweilen ein. Mit seinem inspirierenden Biogarten, dem großen Teich, einem Erlebnisgarten sowie einer kleinen Saatgutbank und Wildblumengärtnerei fördert er Artenvielfalt, Umweltbewusstsein und regionale Kreisläufe. Der Garten zeigt beispielhaft, wie ökologische Verantwortung und Gemeinschaftssinn Hand in Hand gehen können.

 

Die Kleingartenanlage "ARONIA" wird als erste in Dresden vollständig biologisch bewirtschaftet und zur Verbesserung des Stadtklimas in eine naturnahe Gartenlandschaft umgestaltet.

Projektbeschreibung (Download PDF)
Eingereicht von: Kleingärtnerverein "ARONIA" e. V.
Jahr der Projektrealisierung: seit 2023
Ort: Dresden (DE)
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Statement der Jury: Im Bereich der Kleingärten ist eine ganzheitliche Gestaltung, die mehrere Gärten ökologisch miteinander verbindet, außergewöhnlich. Besonders überzeugte die Jury, dass alle Mitglieder einen gemeinsamen ökologischen Ansatz verfolgen. Dies zeigt sich in der bemerkenswerten Vielfalt an Gestaltungselementen sowie im bewussten und nachhaltigen Einsatz von Materialien. Das Projekt steht beispielhaft für verantwortungsvolles Gärtnern, gemeinschaftliches Engagement und eine zeitgemäße, zukunftsorientierte Interpretation des traditionellen Kleingartenwesens.

Die Kleingartenanlage "ARONIA" wird als erste in Dresden vollständig biologisch bewirtschaftet und zur Verbesserung des Stadtklimas in eine naturnahe Gartenlandschaft umgestaltet.

ObstStadt Wien, ein Verein zur Förderung von Obstvielfalt für ALLE, hat auf 10 öffentlichen Flächen ökologisch gepflegte Obstwiesen angelegt - mit Infos dazu auf der digitalen Fruitmap.

Projektbeschreibung (Download PDF)
Eingereicht von: ObstStadt Wien - Verein zur Förderung von Obstvielfalt für ALLE
Jahr der Projektrealisierung: seit 2018
Ort: Wien (AT)
Website

Statement der Jury: Die Idee, im gesamten Wiener Stadtgebiet Obstbäume zu pflanzen – mittlerweile an zehn Standorten und über viele Jahre hinweg – ist in jeder Hinsicht vorbildlich. Besonders überzeugte die Jury der dezentrale Ansatz, der möglichst viele Menschen für den Obstbau und den Wert regionaler Früchte begeistert. Der niederschwellige Zugang, selbst Obst zu ernten und zu nutzen, stärkt das Bewusstsein für natürliche Ressourcen. Das engagierte Zusammenspiel von freiwilligen Helferinnen und Helfern, zivilgesellschaftlichen Initiativen und der Stadt Wien macht dieses Projekt zu einem inspirierenden Beispiel gelebter Nachhaltigkeit und Gemeinschaft.

Kategorie 2: Biodiversität und Klimawandelanpassung im Garten und Grünraum

Vom Industrieareal zum Naturpark: 2,3 ha mit vielen heimischen Arten, Regenwassermanagement und Bildung zeigen, was grüne Infrastruktur leistet – lebendig und smart.

Projektbeschreibung (Download PDF)
Eingereicht von: UAB Gruta
Jahr der Projektrealisierung: seit 2024
Ort: Kauno m. sav (LT)
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Statement der Jury: Firmengärten mit ökologischer Motivation sind ein wachsender Trend, und „Forestline“ setzt hier Maßstäbe. Das Projekt zeigt auf beeindruckende Weise, wie betriebliche Flächen als echte Naturoasen gestaltet werden können – für Menschen, Tiere und das städtische Mikroklima. Dach- und Fassadenbegrünungen, Regenwassermanagement und klimaresiliente Bepflanzung verbinden Funktionalität mit hoher Aufenthaltsqualität. Besonders hervorzuheben ist die Förderung von Biodiversität sowie die nachhaltige Nutzung von Bäumen, die weit über die Lebensdauer des Gebäudes hinaus wirken sollen. Intensive Öffentlichkeitsarbeit unterstützt die Vorbildwirkung für andere Unternehmen.

Der Stadtteil macht Stadtgrün lebendig: Mit Schafen, Kompost und Bürgerdialogen bringt die innovative Biodiversitätsstrategie Klima, Natur und Bildung in Einklang

Projektbeschreibung (Download PDF)
Eingereicht von: Bezirksamt Charlottenburg-Wilmersdorf von Berlin Abteilung Ordnung, Umwelt, Straßen- und Grünflächen
Jahr der Projektrealisierung: seit 2021
Ort: Berlin (DE)
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Statement der Jury: Das Projekt beeindruckt durch die Vielfalt der genutzten Lebensräume und ihre Verteilung über unterschiedliche städtische Bereiche. Besonders hervorzuheben ist die torffreie Staudenproduktion in der städtischen Gärtnerei. Die ansprechende und informative Präsentation der Elemente vermittelt Wissen und weckt Interesse bei der Bevölkerung. Durch den Einsatz von Pflanzenkohle und Mykorrhiza wird zudem ein innovativer Weg für ökologische Stadtentwicklung sichtbar. Die Kombination aus fachlicher Kompetenz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und der hohen Bürgerbeteiligung schafft ein breites Fundament für nachhaltige städtische Ökologie. QR-Codes und Infobroschüren ermöglichen einen unmittelbaren Lerneffekt für alle Interessierten.

Das Naturwunder zeigt auf nur 15 m² wie Vielfalt auch in Pflanzgefäßen wächst: Mit Wildpflanzen und Kreislaufpflege wurde ein lebendiges Biotop geschaffen - hoch über den Dächern.

Projektbeschreibung (Download PDF)
Eingereicht von: Andrea Jaschik
Jahr der Projektrealisierung: seit 2020
Ort: Aachen (DE)
Website

Statement der Jury: Das Projekt zeigt eindrucksvoll, welchen Beitrag selbst kleine Flächen zur Biodiversität leisten können. Mit viel Leidenschaft wurde eine beeindruckende Vielfalt an Pflanzenarten kombiniert, ohne die menschlichen Bedürfnisse außer Acht zu lassen. Besonders bemerkenswert ist, dass der Garten vollständig auf Pflanzgefäße angewiesen ist – eine Situation, die für viele Menschen in Städten typisch ist. Dieses Projekt beweist, dass Natur auch in Töpfen gedeihen kann, wenn Menschen sich aktiv als Teil der Lösung einbringen, und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die städtische Umwelt.

Kategorie 3: Trends für die Zukunft: Neues Wissen - neue Vielfalt

Der innovative Test ermöglicht es, die Insektenvielfalt einer Grünfläche anhand der DNA-Spuren von Blütenbesuchern zu erfassen und Maßnahmen zur Biodiversitätsförderung zu beurteilen.

Projektbeschreibung (Download PDF)
Eingereicht von: Sinsoma GmbH
Jahr der Projektrealisierung: 2024
Ort: Völs (AT)
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Statement der Jury: Der DNA-Check ist ein innovatives Produkt, das die Artenvielfalt im eigenen Garten analysiert, ohne Tiere zu fangen oder zu töten. Die einfache Handhabung zeigt klar, ob Maßnahmen zur Förderung der Biodiversität wirken. Besonders in Zeiten des drastischen Insektenrückgangs in Europa bietet dieses Verfahren die Möglichkeit, dass interessierte Menschen selbst aktiv werden, lernen und ihre ökologischen Beiträge sichtbar machen. Für öffentliche Gärten liefert der Test objektive Daten als Qualitätsnachweis. Die schonende Methode schützt die Tiere und macht den DNA-Check zu einem vorbildlichen Beispiel für praxisnahe, moderne Naturschutzarbeit.

Eine in Europa einzigartige Apfelhecke aus Knippbäumen mit robusten, meist alten Apfelsorten aus dem Sortenerhaltungsprojekt des Vereins bringt gesundes Obst auch in kleinste Gärten.

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Eingereicht von: OSOGO, Obst-SOrten-Garten-Ohlsdorf gemeinnütziger Verein
Jahr der Projektrealisierung: seit 2017
Ort: Ohlsdorf (AT)
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Statement der Jury: Die OSOGO-Apfelhecke ist eine einfache, aber geniale Idee: Mit klassischen gärtnerischen Mitteln wurde aus Apfelbäumen eine bunte, blühende und fruchttragende Hecke geschaffen. Funktional als Sichtschutz, optisch ansprechend bei Blüte und Frucht und zudem ein Beitrag zur Ernährung – drei Fliegen mit einer Klappe. Besonders hervorgehoben wird die hohe Vielfalt von 25 Apfelsorten auf nur zehn Metern, die Pflege mit der Heckenschere und die konstanten Erträge über viele Jahre. Das Projekt zeigt, wie Eigeninitiative ohne öffentliche Förderung auf kleinstem Raum Kreativität, Vielfalt und Nutzen vereint.

Sonder- und Publikumspreise

Niederösterreichischer Sonderpreis

Die betrieblich geführte Lehrwerkstätte für ökologischen Gartenbau ermöglicht sozial benachteiligten Jugendlichen eine fundierte, praxisnahe Ausbildung auf Augenhöhe.

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Eingereicht von: NÖ Sozialpädagogisches Betreuungszentrum Hollabrunn
Jahr der Projektrealisierung: seit 2004
Ort: Hollabrunn (AT)

Statement der Jury: Die Jury war besonders beeindruckt, wie ökologisches und nachhaltiges Gärtnern mit sozialer Verantwortung verbunden wird. Auf vorbildliche Weise eröffnet das Projekt jungen Menschen Perspektiven und berufliche Chancen. Gleichzeitig bietet es Gemeinschaft und Sinn durch ganzheitliche Tätigkeiten in der Natur. Es zeigt, dass ökologische Projekte nicht nur die Umwelt fördern, sondern auch soziale Strukturen stärken und junge Menschen nachhaltig motivieren können.

Publikumsvoting - Siegerprojekte

Dieser Bildungs-, Versuchs- und Gemeinschaftsraum zur Förderung des ökologischen, chemiefreien Gartenbaus hat in vielerlei Hinsicht Modellcharakter in und über die Stadt Brünn hinaus.

Projektbeschreibung (Download PDF)
Eingereicht von: Zuzana Rezacova Lukaskova
Jahr der Projektrealisierung: seit 2022
Ort: Brno (CZ)
Website: http://www.zahrada5elementu.cz/

Vergangenheit trifft Zukunft: Auf 2.200 m² geschädigtem Boden wurde ein historischer Garten durch Regenwasserversickerung, Wildstrukturen und Recycling zum lebendigen Lern- und Naturraum.

Projektbeschreibung (Download PDF)
Eingereicht von: Prvorepubliková zahrada Alena Zelenková
Jahr der Projektrealisierung: 2020-2023
Ort: Janovice nad Uhlavou (CZ)
Website: www.prvorepublikovazahrada.cz

Eine in Europa einzigartige Apfelhecke aus Knippbäumen mit robusten, meist alten Apfelsorten aus dem Sortenerhaltungsprojekt des Vereins bringt gesundes Obst auch in kleinste Gärten.

Projektbeschreibung (Download PDF)
Eingereicht von: OSOGO, Obst-SOrten-Garten-Ohlsdorf gemeinnütziger Verein
Jahr der Projektrealisierung: seit 2017
Ort: Ohlsdorf (AT)
Website

„Natur im Garten“ Telefon: +43 (0) 2742 / 74 333