Zwischensaaten ausbringen

Im Sommer wird nach und nach das Gemüsebeet abgeerntet. Entweder Sie bringen jetzt eine Folgesaat oder eine so genannte Zwischensaat aus -- etwa, wenn beispielsweise noch locker die Karotten stehen oder vereinzelte Salathäuptel auf ihre Ernte warten.

Etwas „dazwischen" zu säen, erfüllt gleich zwei wichtige Aspekte im Naturgarten. Erstens wird das brachliegende Stück Beet genutzt, und zweitens bleibt der Boden nicht unbedeckt. Spinat rangiert auf der Hitliste ganz oben, da er sowohl verspeist als auch als Gründünung verwendet werden kann. Spinat nährt also Menschen und Böden gleichermaßen. Gut eignet sich auch jeder schnellwüchsige Pflücksalat, allen voran Vogerlsalat, der bis weit in den Winter hinein der Kälte trotzt. Tagetes sind die Farbtupfer im Beet. Sie dienen als Schnecken-Lockpflanzen und wehren Nematoden und Drahtwürmer ab.

Schritt 1
Jäten Sie auflaufende Beikräuter aus und hacken Sie rund um die bestehenden Gemüse den Boden. Das unterbricht die Kapillarwirkung und verringert die Verdunstung.

Schritt 2
Ebnen Sie mit einem Rechen unebene Stellen, damit das Saatgut dann auf eine glatte, krümelfreie Fläche aufgebracht werden kann.

Schritt 3
Säen Sie nun zwischen die bestehenden Gemüsepflanzen, aber nicht ganz willkürlich, sondern in Gruppen. Spinat und Vogerlsalat, die laufend geerntet werden, kommen an die Ränder. Gesundheitsfördernde Gewächse wie Tagetes oder Ringelblumen streuen Sie in die Mitte des Beetes.

Schritt 4
Zum Schluss gießen Sie mit einer Brause und sanftem Wasserstrahl das Saatgut an. Die Samen dürfen niemals austrocknen, was in den Sommermonaten eine Herausforderung darstellt. Gießen Sie am besten zweimal täglich: morgens und abends.