Schnelle Bodenbestimmung mit der Fingerprobe

Die Struktur eines Gartenbodens lässt sich schnell bestimmen, denn die grundsätzliche Beschaffenheit kann sogar mit freiem Auge erkannt werden. Um genaue Inhaltsstoffe zu erfahren, sollte allerdings eine Bodenprobe gezogen und untersucht werden.

Welchen Boden man vorfindet, hat meist eine bis in Urzeiten zurückreichende Geschichte. Da gibt es tonige Böden, die einen hohen Nährstoffgehalt und eine gute Wasserhaltekraft besitzen, ihr Luftgehalt ist aber gering. Anderswo finden sich Sandböden, die das andere Extrem darstellen. Ihr Speichervermögen für Wasser und Nährstoffe ist gering. Lehmige Böden sind für Gärten am besten geeignet. Sie haben ein ausgewogenes Verhältnis von Grob- zu Feinporen, speichern ausreichend Wasser und Nährstoffe und verfügen über einen guten Luftaustausch.

Schritt 1
Nehmen Sie die Probe nicht nach einer langen Trockenperiode. Wenn es nicht anders möglich ist, gießen Sie am Vortag den Boden! Greifen Sie ins feuchte Erdreich und entnehmen Sie eine Hand voll Erde.

Schritt 2
Überlegen Sie: Wie sieht die Erde aus? Wie liegt sie auf der Hand? Rieselt das Material durch die Finger, handelt es sich um einen sandigen Boden. Ist das Material ein einziger Klumpen, liegt ein Tonboden vor. Sieht die Erde hingegen krümelig aus und bleibt trotzdem gut auf der Hand liegen, so haben Sie Glück und einen fruchtbaren Lehmboden im Garten.

Schritt 3
Formen Sie nun, wenn möglich, eine Rolle mit ca. 1--2 cm Durchmesser. Ein sandiger Boden lässt sich nicht formen, ein Tonboden hingegen besonders gut. Der Lehmboden verhält sich so, dass er zwar formbar ist, aber krümelig bleibt und nicht so gut zusammenhält wie ein Tonboden. Auch die Beschaffenheit der Oberfläche zeigt die Bodenstruktur. Reiben Sie über die geformte Rolle. Der Lehmboden fühlt sich seifig und seidig an, der Tonboden geschmeidig. Die Oberfläche des Tonbodens glänzt zudem stark.