Mulchen schützt den Boden

Gerade in den Sommermonaten lohnt es sich, den Boden mit einer Mulchschicht zu bedecken! Dadurch verdunstet weniger Feuchtigkeit und der Wuchs unerwünschter Beikräuter kann eingedämmt werden. Gemulcht wird im Gemüsegarten, aber auch an anderen Stellen -- unter Sträuchern und Stauden sowie auf Baumscheiben.

Gemulchte Flächen erwärmen sich viel langsamer, und es kann bis zu einem Drittel mehr Wasser als in einem offenen Boden gehalten werden. Frisches Mulchmaterial wirkt zudem als organischer Dünger, es bringt Nährstoffe in den Boden ein und erhöht den Humusgehalt. Auf diese Weise werden die Bodenorganismen gut versorgt, die wiederum ihren Beitrag zu einer lockeren Krümelstruktur leisten.

Und so wird's gemacht:

Schritt 1
Hacken Sie den Boden, entfernen Sie Beikräuter und ebnen Sie die Oberfläche mit einem Rechen.

Schritt 2
Bringen Sie das gewünschte Mulchmaterial auf: Es eignen sich Rasenschnitt (vor allem für Gemüsebeete), Heckenschnitt (verrottet langsamer, für Staudenbeete), Stroh (zu Erdbeeren), Heu (vor der Samenreife gemäht), Holzhäcksel (unter Sträuchern und in Staudenbeeten), Brennnessel- und Beinwellblätter (als Nährstofflieferanten). Die Mulchdecke sollte keinesfalls zu hoch sein, vor allem frischen Rasenschnitt nicht höher als 3 cm aufstreuen, damit das Gras nicht zu faulen beginnt.

Schritt 3
Beobachten Sie, ob vermehrt Schnecken auftreten. In schneckenreichen Jahren sollte die Mulchschicht besser dünner als dicker ausfallen.