Gartenpraxis

Herbstputz im Geräteschuppen - Gartenwerkzeug pflegen und einwintern

Je vielfältiger ein Garten, desto umfangreicher ist meist die Sammlung an Werkzeugen und Geräten. Hochqualitatives Gartenwerkzeug hält, vor allem bei guter Pflege, viele Jahre. Die Gartensaison geht zu Ende und Karl Ploberger zeigt uns, wie wir unsere Werkzeuge schnell und einfach warten und wieder in Schuss bringen können.

Verschmutzte Spaten, Grabgabeln und Harken werden in einer Wanne mit warmem Wasser mit einer Wurzelbürste gereinigt und gründlich abgetrocknet. Sollte das Metall Roststellen aufweisen, werden diese mit einer Drahtbürste oder Schleifpapier entfernt und abgewischt. Holzstiele werden bei Bedarf händisch abgeschliffen. Metall- und Holzteile werden zum Schluss mit einem in Leinöl getränkten Lappen eingerieben, überschüssiges Öl danach mit einem trockenen Baumwolltuch abgenommen. Trocken und frostfrei, idealerweise an der Wand aufgehängt, wird das Werkzeug dann über den Winter gelagert.        

Die Gartenschere, das Herzstück des Gärtners verdient besondere Aufmerksamkeit. Nachdem der grobe Schmutz mit warmem Wasser abgebürstet und die Schere abgetrocknet ist, wird die Feder gelöst und bei Bedarf mit einer Drahtbürste gereinigt. Rostflecken von der Klinge werden mit feinem Nassschleifpapier in kreisförmigen Bewegungen entfernt, dabei nicht über die Klinge streichen. Prinzipiell können die Klingen mit einem nassen Wetz-/Schleifstein selbst geschliffen werden, ist man unsicher sollte diese Arbeit einem Profi übergeben werden. Ist die Klinge stark beschädigt, kann sie bei Qualitätsscheren auch ausgetauscht werden. Nachdem der Schleifstaub mit einem Tuch entfernt wurde, wird die Schere zusammengebaut und etwa 10 Minuten in hochprozentigen (mindestens 70%igen) Alkohol gelegt. Zuletzt werden Gelenke und Schrauben mit etwas Nähmaschinenöl eingeölt und die Schere zur Aufbewahrung locker in ein trockenes Tuch eingeschlagen.