Ein Kunstgarten voller Gartenkunst – Biogärtner Karl Ploberger ist zu Gast in Graz.  Die beiden Gastgeber Irmi und Reinfried Horn philosophieren mit ihm über ihren Kunstgarten, der über die Gartenkunst den Zugang zu zeitgenössischer Kunst vermittelt. Ein unglaublich vielseitiges Programm aus Ausstellungen, Theater-, Film-, Literatur- und Musikaufführungen wird hier inmitten der herrlichen Kulisse des 1300 m² großen Schaugartens geboten. Neben einem umfangreichen Angebot an Workshops, Symposien oder Vorträgen, können die Besucherinnen und Besucher beim Flanieren im Garten als Kunstraum per se sogar eine eigene Gartenbibliothek nutzen.

So wie jedes große Projekt, hat auch dieses außergewöhnliche Gartenkonzept einmal bescheiden begonnen. Genauer gesagt 1934, als Selbstversorgergarten in einer Grazer Stadtrandsiedlung. Heute findet sich dort ein exquisiter Garten in Form eines Wabi-Sabi-Gartens. Dem japanischen Konzept zugrunde liegt die Idee puristischer Ästhetik, durchdringender Klarheit ohne den zwingend notwendigen Anspruch an Perfektion im Einklang mit dem Bewusstsein der Vergänglichkeit - eine Sichtweise die ursprünglich aus dem Zen-Buddhismus stammt. Ebenso findet sich aber auch ein traditioneller Nutzgarten, der Irmi in seiner Gemüsevielfalt oft an die Kindheit erinnert, wenn sie z.B. den Salatklassiker ´Forellenschluss´ erntet. Wünsche der Kinderzeit, wie die Anlage eines Teiches, wurden im Garten von heute verwirklicht, aber auch der Liebe zu ihren Katzen wird dort besonderer Ausdruck verliehen. So zieren die schönsten Rosensorten die Ruhestätten der geliebten Samtpfoten, wodurch Irmi ursprünglich ihre Sammelleidenschaft für die edelste aller Blumen entdeckte und mittlerweile über zweihundert Rosensträucher im Kunstgarten kultiviert, hegt und pflegt. Im Kunstgarten Graz können die Gäste mit allen Sinnen erfahren, wie Kunst und Garten auf einzigartige Weise miteinander verschmelzen.

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