• Kompost Heller Natur im Garten Alexander Haiden
  • Wasserbecken Heller Natur im Garten Alexander Haiden
  • Schaugarten Heller Natur im Garten Alexander Haiden
Geolocation
Heller Brigitte
Hohe Schule 2
2122 Ulrichskirchen
Tel.: 0664/ 4507114
E-Mail:  heller.brigitte@gmx.at
Natur im Garten » Schaugärten » Weinviertel » Heller Brigitte

Folge Natur im Garten:

Schaugarten Brigitte Heller, Ulrichskirchen

Dornröschenschloss und Igel-Stelldichein

„Meine Schwester Else ist Gartendesignerin. Sie hat in England studiert und mich mit dem Gartenbazillus infiziert“, erklärt Brigitte Heller lachend ihre Leidenschaft. Mit Erde zwischen den Fingern Baum-Zwiegespräche führen oder beim Kaffee fachsimpeln, gehört zu ihren bevorzugten Beschäftigungen.

„Ich habe viel Lehrgeld auf meinem extrem trockenen, lehmigen Kellerberg gezahlt“, sagt Brigitte Heller zur Entstehungsgeschichte ihres Gartens. Mitten im Ort Ulrichskirchen hatte die Familie einen Grund geerbt. „Eigentlich wollte ich etwas Modernes aus Beton und viel Glas – aber so ein Bauwerk hätte nicht ins Ortsbild gepasst.“ Deswegen wurde traditionell gebaut – ähnlich einem alten Bauernhaus mit ‚Trett’n’, wie die Weinviertler den Arkadengang nennen.

Gartenzimmer und Kellerberg

Der romantische Innenhof dient als Garten-Vorzimmer und verlockt zum Verweilen. Bergauf geht es zum eigentlichen Garten. Er ist direkt auf dem Weinkeller des Nachbars angesiedelt. Es handelt sich um eine gelungene Mischung aus englischem Garten und Weinviertler „Misch-Masch“ – wichtig sind die Ansprüche der Pflanzen, denn sie müssen ja am Kellerberg das Auslangen finden.

Dornröschens Schloss

„Ich träumte immer von einem Dornröschenschloss, und jetzt habe ich eines!“, so die Biologin über ihre Liebe zu Rosen. Zehn Kletterrosen ranken am Haus empor und wuchern so stark, dass regelmäßiger Rückschnitt notwendig ist.

Als die Kinder der Sandkiste entwuchsen, begann Brigitte Heller hier und dort zu pflanzen. Vieles hielt den harten Bedingungen auf kargem Boden nicht stand, wie die Hortensien, die sie jetzt ausnahmslos in Töpfen kultiviert und im Winter liebevoll mit Laub bedeckt.

Alles, was duftet

Aus der Not machte Brigitte Heller eine Tugend. Stauden wie Pfingstrosen gedeihen gut auf ihrem Grund, Fächerahorn oder Tomaten werden in Kübeln gezogen. Für die passionierte Gärtnerin sind die vielen duftenden Kräuter wichtig – allen voran Duftpelargonien und Fruchtsalbei-Arten. „Ich liebe es, wenn meine Finger so gut riechen“, schwärmt Frau Heller. Rosenduft, Kräuteraromen und auch Kompostgeruch mag die glückliche Gärtnerin ganz besonders.

Gärtnern gegen Burn-out

„Der Garten hat mich geheilt – Pflanzen kennen kein Pardon und wollen versorgt werden“, erzählt die pensionierte Integrationslehrerin von schweren Stunden. „Ich dachte nie, dass es mich erwischen könnte. Mein Garten gab mir die Kraft, ein schlimmes Burn-out zu überwinden: Ich konnte ja meine Blumen und Tiere nicht vernachlässigen.“ Auch die Kunst gibt ihr heute Halt: Brigitte Heller malt abstrakte Bilder – mit Acrylfarbe sowie Seidenbilder.

Katze und Igel

Bis zu neun Igel trippeln tagein, tagaus durch den Heller’schen Garten. Ganze Igelfamilien geben sich dabei ein Stelldichein auf der Trett’n, um sich am Katzenfutter gütlich zu tun. Für die vier Katzen bleibt immer noch genug übrig. Bewusst richtet die Tierliebhaberin Unterschlupfe für Amseln, Frösche und Eichhörnchen ein. Sie liebt es, mit der Lupe Kleingetier zu beobachten.

ShareDrucken