• Promenade Schloss Schallaburg Natur im Garten Alexander Haiden
  • Apfel Schloss Schallaburg Natur im Garten Alexander Haiden
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Geolocation
Renaissanceschloss Schallaburg
Schallaburg 1
3382 Schallaburg
Tel.: 02754/ 6317-0
E-Mail:  office@schallaburg.at
Website:  www.schallaburg.at
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Schaugarten Renaissanceschloss Schallaburg, Schallaburg

Geheimnisse entdecken und die Seele baumeln lassen

„Salbei war eine Pflanze der Treue und Erinnerung und wurde für Liebeszauber verwendet, Thymian war der Jungfrau Maria, den Frauen, Feen und Göttinnen zugeordnet“, beschreibt Landschaftsarchitekt Christian Winkler die historische Bedeutung einiger Kräuter.

Der prachtvolle historische Renaissancegarten ist ein besonderes Juwel der Schallaburg. Ein Spaziergang vom Burggraben zum „Gerichtsstöckl“ eröffnet auf 6.500 m² faszinierende Einblicke in die Gartenkunst der Renaissance. In den 1970er-Jahren wurde der Garten neu angelegt und dabei berühmten italienischen Renaissancegärten nachempfunden.

Berühmte Vorbilder

Schon in der Renaissancezeit umgaben die Schlossmauern auf der Schallaburg einen Garten. Seine Gestaltung und Bedeutung sind heute allerdings nicht genau bekannt. Der einmalige Terrakotta-Arkadenhof lässt vermuten, wie prachtvoll der Garten als Teil des Gesamtensembles im 16. Jahrhundert gewesen sein muss. Aktuelle Forschungen versuchen, der ursprünglichen Form des Gartens auf die Spur zu kommen.

Wandelbarer Lustgarten

Der Garten bezaubert durch historische Rosensorten, Ziergehölze, Kräuter und Blumen. Pflanzenbeschriftungen machen einen Spaziergang durch die weitläufige Gartenanlage zu einer botanischen Entdeckungsreise. Schatten und Ruhe bieten Bänke und die Wiesen unter dem dichten Blätterwald der beiden für die Renaissancezeit typischen Apfelhaine. Im malerischen Ambiente des historischen Gartens lässt jeder den Stress des Alltags hinter sich.

Seltene Knotenbeete

In der Renaissance waren sogenannte Knotenbeete in unterschiedlichen Größen sehr beliebt. Dafür wurden Pflanzen mit unterschiedlicher Blattstruktur oder -farbe zu einem Flechtmuster verarbeitet. Auf der Schallaburg sind nun zwei Miniaturbeete zu sehen. Verwendet werden gut formbare Pflanzen, wie Rosmarin, Thymian, Salbei und Lavendel. Neben der außergewöhnlichen Optik bieten diese Pflanzen auch noch angenehmen Duft.

Historische Rosen

Ebenso gehörte es in der Renaissancezeit zum guten Ton, einen Rosengarten zu besitzen. Historische Rosen, die in den vergangenen Jahrhunderten gezüchtet wurden, bilden deshalb einen Schwerpunkt im Garten der Schallaburg. Bourbon-, Damaszener-, Kapuziner- oder Kartoffelrose sind kaum anfällig für Schädlinge und Krankheiten und verfügen über üppige Blüten, intensiven Duft oder zierende Früchte.

Staudenvielfalt im Parterre

In den vergangenen Jahren wurde der Garten in Zusammenarbeit mit „Natur im Garten“ überarbeitet. Die Staudenbeete erhielten eine völlig neue Gestaltung. Auf rund 550 m² Fläche setzte man über 3.500 Stauden, 2.000 Zwiebelpflanzen und ergänzend einjährige Blumen aus, um ein buntes Parterre zu erzielen. Bei der Auswahl berücksichtigte man Gesichtspunkte wie Eignung für vollsonnigen Standort, Blütenfarbe, lange Blühdauer sowie geringe Anfälligkeit für Pflanzenkrankheiten und Schädlinge.

Farbenfrohe Rabatten

Die Beete verlaufen in Farben – in Blau und Gelb, Rot und Weiß. Blühbeginn ist im April, und der Flor zieht sich bis in den Herbst. Ob Alant gegen Verzauberung, Storchschnabel zum Schutz der Ehe und Fruchtbarkeit, Pfingstrosen gegen Albträume oder Maiglöckchen als Glücksbringer – hier gibt es viel zu entdecken.

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