
Stift Altenburg
Abt Placidus Much-Straße 1
3591 Altenburg
Tel.: 02982/ 3451
E-Mail: kultur.tourismus@stift-altenburg.at
Homepage: www.stift-altenburg.at
1. Mai bis 26. Oktober
tägl. 10.00–17.00 Uhr
letzter Einlass 16.00 Uhr

Eintrittspreise
Erwachsene: € 9,--
Familien: € 18,--
Ermäßigt: € 7,--
Kinder, Schüler, Studenten: € 4,50
Führungen für Gruppen ab 20 Personen nach Vereinbarung
Schau! Garten Stift Altenburg
Stille Gärten der Schöpfung und Religionen
Das als „Barockjuwel des Waldviertels“ bekannte Stift Altenburg bei Horn liegt eingebettet in Gärten und unberührte Waldflächen. Die Schönheit des Stifts endet nicht bei den Fassaden des Baumeisters Joseph Munggenast und den Fresken von Paul Troger: Das Kloster präsentiert sich inmitten von Gartenlandschaften, die seit 2006 teils aus dem Dornröschenschlaf erweckt, teils neu gestaltet wurden.
Garten der Religionen
Bei der Revitalisierung des drei Hektar großen Grünraums vor dem Eingang entschieden sich die Benediktinermönche nicht für die Wiederherstellung des historischen Barockgartens sondern für die Gestaltung eines zeitgemäßen Gartens. Es entstand ein ungewöhnlicher Klostergarten, der die Haltung der römisch-katholischen Kirche zu den anderen Religionen im Sinne des Zweiten Vatikanischen Konzils ausdrückt.
Der „Garten der Religionen“ lädt ein, über Gott und den Sinn des Lebens nachzudenken, und stellt die Sicht der Kirche zu den nichtchristlichen Religionen dar. Wege führen zu Hinduismus, Buddhismus, Judentum und Islam; ein Baumkreis steht für die ältesten Naturreligionen.
Suchende Menschen jeder Religion machen sich auf den Weg zur Mitte, auf die Suche nach Gott. Jede Kultur gibt ihre Antwort, jeder Glauben findet gemeinsame Wegstücke bei der jeweils anderen Religion.
Die Gestaltung gibt eine gelungene gartenarchitektonische Antwort auf die Frage nach den Wegen zu Gott inmitten eines englischen Landschaftsgartens mit Teich, eines Apfel-Baum-Raums, eines Spielgartens für Kinder mit Labyrinth und eines barocken Skulpturengartens.
Der Naturteich lädt ein, in klösterlicher Tradition zu kneippen oder einfach die Seele beim Andachtsplatz baumeln zu lassen. Der „Waldviertler KinderSpielGarten“ mit angrenzender Graslhöhle, Sand-, Stein- und Holzelementen bietet Raum für die Kleinsten.
Schöpfung und Stille
Im Schöpfungsgarten werden wesentliche theologische Themen der Schöpfungsgeschichte dargestellt. Den Garten betritt man im Bereich Frieden & Lebensmöglichkeit, dessen Fläche den vier Elementen – Wasser, Erde, Feuer, Luft – entspricht und die mit einer Hecke aus Hainbuchen abgeschirmt ist. Im Zentrum steht ein Olivenbaum, der als Symbol des Friedens gilt. Der Schöpfung und somit auch diesem Garten werden noch andere Bereiche wie Versuchung, Beherrschen, Hüten & Bewahren oder der Bereich des Heils („Schalom“) zugeordnet.
Die Stille ist Gabe und Aufgabe zugleich!
Treten Sie hinaus aus den mittelalterlichen, schweigenden Mauern des Stifts und hinein in den „Garten der Stille“. Dieser Garten ist ein Bindeglied zwischen dem Stift – dem Werk aus Menschenhand – und der Natur – dem Werk aus Gotteshand –, umgeben von tiefem Schweigen.

