
Schloss Mühlbach am Manhartsberg
Manhartsberg Nr. 1
3473 Mühlbach
Tel.: 02957/ 301
E-Mail: info@schlossmuehlbach.at
Homepage: www.schlossmuehlbach.at
Park frei zugängig, Gartenführungen nach telefonischer Anmeldung. Das Schloss selbst ist bewohnt und nicht zu besichtigen.
Schau! Garten Schlosspark Mühlbach am Manhartsberg
Landschaftspark und Vogelparadies
Schloss Mühlbach kann auf eine bewegte Geschichte verweisen: 1083 erstmals erwähnt, wurde es nach wechselnder Herrschaft 1481 zerstört, blieb fast 100 Jahre ohne Dach und verfiel zur Ruine. Um 1580 wurde es als Renaissanceschloss wieder aufgebaut, 1840 kam es in den Besitz des Freiherren Gudenus. Das Schloss wird auch heute noch von der Familie Gudenus bewohnt und ist Zentrum eines Forstunternehmens sowie einer biologisch betriebenen Landwirtschaft. 2003 machten die Besitzer Marilise und Martin Gudenus die Parkanlage öffentlich zugänglich.
„Die Freude, die wir selbst an unserem Garten haben, möchten wir gerne mit den Besucherinnen und Besuchern teilen.“
Der ehemalige barocke Ziergarten mit Orangerie und Wasserbecken wurde nach historischen Plänen restauriert. Hier heißen üppig blühende Rosen- und Staudenrabatten die Besucher willkommen, Schautafeln erzählen die spannende Geschichte des Parks. Umgeben ist er von einer – an manchen Stellen kunstvoll durchbrochenen – Mauer, und dahinter öffnet sich der ehemalige englische Landschaftspark als naturbelassene Gartenlandschaft und Vogelparadies.
Der sanft plätschernde Gschinzbach führt zu einem etwa 2 Hektar großen Teich aus dem 18. Jahrhundert. Hier zieht eine imposante Sumpfzypresse die Blicke auf sich. Und noch eine Besonderheit wartet danach auf die Spaziergänger: der „Dirndlweg“ – ein etwa 60m langer Laubengang aus Kornelkirschen („Dirndln“), der schon 1720 angelegt wurde und zur Blütezeit im Frühjahr ein einzigartiges Bild bildet.
Der Schlossgarten einst
Ein Plan des Areals aus 1801 zeigt eine streng formale Anlage: symmetrisch angeordnete Wege, niedrige Hecken und Rabatten sowie drei Wasserbecken, die durch ein Rohrsystem verbunden sind. Dazu kamen typische romantische Elemente eines englischen Landschaftsparks. Heute kann man manches davon nur noch erahnen, während die sanft geschwungenen Wege immer noch zum „Lustwandeln“ einladen.
Pflanzenschätze
Unter den bis zu 200 Jahre alten Bäumen des Parks findet sich so manche botanische Besonderheit. Der Tulpenbaum (Liriodendron tulipifera) trägt im Mai und Juni herrliche gelbe Blüten, der Trompetenbaum (Catalpa bignonioides) öffnet im Juli seine weißen, den Kastanienblüten ähnlichen Blütestände. Auch ein imposanter Ginkgo (Ginkgo biloba) kann hier bewundert werden – eine Baumart, die schon seit 250 Millionen Jahren auf der Erde zu finden ist. Im Herbst färben sich seine Blätter eindrucksvoll goldgelb.
Aber nicht nur steinalte Bäume gibt es zu sehen, vieles wurde neu gepflanzt, etwa ein duftender Gewürzstrauch (Calycanthus floridus) oder der ebenfalls duftende Herbstjasmin (Heptocodium miconioides), der auch den schönen Namen „Sieben-Söhne-des-Himmels-Blume“ trägt. Dazu kommen Taubenbaum (Davidia involucrata) und Geweihbaum (Gymnocladus dioicus), den Marilise und Martin Gudenus für ihre Enkel Magdalena und Johannes gepflanzt haben.
Egal ob hellgrünes Frühlingskleid, sommerlicher Blütenduft oder bunte Herbstfärbung: Der Schlosspark Mühlbach bietet zu jeder Jahreszeit eine herrliche Kulisse für erholsame Spaziergänge.

