Natur im Garten





Stift Zwettl
Stift Zwettl 1
3910 Zwettl
Tel.: 02822/ 20202-17
E-Mail: info@stift-zwettl.at
Homepage: www.stift-zwettl.at




frei zugänglich; Kreuzgärtlein im Rahmen der Stiftsbesichtigung (Ostern bis 31. Okt., täglich 10.00 bis 16.00 Uhr)





Schau! Garten Stift Zwettl

Historischer Stiftsgarten als Stück vom Paradies

Seit mehr als 860 Jahren besteht der Orden der Zisterzienser im Waldviertler Stift Zwettl. Die Ordensregel fordert ein Gleichgewicht zwischen Gebet, geistlicher Lesung und Handarbeit, das auch die starke Verankerung von Land- und Forstwirtschaft im Orden erklärt.

„Die Gartenanlagen des Stiftes Zwettl sind von alters her Räume der Stille, der Betrachtung, des Genießens und der Erholung.“


Gartenanlagen haben in Klöstern eine besondere Tradition. Sie sollen nicht nur an den Paradiesgarten Gottes erinnern, sondern auch als Nutzgarten Heilendes und Nährendes liefern. Dieser Tradition folgend, wurden die Gartenbereiche des Stiftes Zwettl seit 2004 sowohl revitalisiert als auch gestalterisch neu interpretiert.

Die Terrassengärten
An der Südseite des Klosters befanden sich immer schon Nutzgärten. In diesem sonnigen und geschützten Gartenteil lässt sich dem rauen Klima des Waldviertels ein gärtnerisches Schnippchen schlagen und so findet man hier auf mehreren Ebenen thematisch geordnete Nutzgärten: Im „Hildegard von Bingen-Garten“ gedeihen Heilkräuter und Gemüse, im Naschgarten tragen Obstbäume und Beerensträucher köstliche Früchte, und ein „Herbarium“ lädt zum Kennenlernen unterschiedlichster Kräuter ein. Viele der hier geernteten Pflanzen und Früchte sind im Klosterladen in verarbeiteter Form als Tees, Gewürze und Marmeladen erhältlich.

Das Sommerstöckl
Im nördlichen Teil der Stiftsgärten liegt seit dem 17. Jahrhundert der Prälatengarten - ein Areal, das ursprünglich nur dem Abt und dessen Besuchern vorbehalten war.
Das „Sommerstöckl“ von Joseph Munggenast, ein gemauertes Gartenhaus aus dem Barock, wird zu beiden Seiten von den Glashäusern der einstigen Orangerie flankiert, die heute wieder in ihrer alten Pracht zu bewundern sind. Diese beiden Anlehngewächshäuser wurden nach historischem Vorbild südseitig vollflächig verglast und bieten so einen lichtdurchfluteten Raum für Veranstaltungen, aber auch ein ideales Winterquartier für die zahlreichen Kübelpflanzen, die während des Sommers südliches Flair in diesen Gartenteil bringen.
Das zentrale Parterre im Prälatengarten ist mit hunderten Rosenstöcken, mit Lavendel, Minzen und anderen Pflanzen mehr ein Dufterlebnis besonderer Art.

Das Kreuzgärtlein
Dieser Teil des Stiftes, der als Ort der Stille und Meditation nur im Rahmen einer Stiftsbesichtigung mit Audioguide zugänglich ist, stellt das Paradies dar. Adam und Eva wurden daraus vertrieben, daher wird dieser Bereich auch heute noch einzig zur gärtnerischen Pflege betreten.
Im Zuge der Neugestaltung stellte sich heraus, dass der sechseckige Grundriss des gotischen Brunnenhauses exakt sechs weitere Male in die Fläche des Kreuzganghofes passt. Daher wurde das in der Mitte gelegene Hexagon gekiest und mit einem Apfelbaum bepflanzt, die weiteren fünf Sechsecke sind in jeweils einer Leitfarbe gestaltet.
Ruhe, Besinnung, Gartenkultur und Gartenwissen – in den Gärten des Stiftes Zwettl kann jeder sein persönliches Paradies finden.






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