Natur im Garten





Renaissanceschloss Greillenstein
Greillenstein 1
3592 Röhrenbach
Tel.: 02989/ 8080-21
E-Mail: schloss@greillenstein.at
Homepage: www.greillenstein.at




Anfang April bis Ende Oktober
tägl. 09.30-17.00 Uhr

Juli und August verlängert offen:
bis 18.00 Uhr




Info

Ohne Führung kann neben den Gärten auch ein Teil des Schlosses besichtigt werden:

 

  • die jeweils laufende Ausstellung und Galerie

     

  • Zwergenkabinett mit barocken Zwergen, den Drachen aus Sandstein sowie die Ausstellung "Die Ahnen der Gartenzwerge"

     

  • eine Badenstube aus der Renaissancezeit

     

  • das Verlies und die Ahnfrau-Grotte

Schau! Garten Renaissanceschloss Greillenstein

Barocker Garten voller Zwerge

Das erste Mal wurden die Gärten um das Renaissanceschloss Greillenstein im Jahr 1534 in einem Kaufbrief erwähnt. Ursprünglich war das Schloss von einem barocken Garten umgeben, der jedoch aus wirtschaftlichen Gründen nur kurze Zeit erhalten blieb. Danach wurde die intensive Bepflanzung und Gestaltung durch einen Landschaftsgarten ersetzt.

Denkmalschutz und Revitalisierung
Anfang der 90er-Jahre befasste sich ein Student im Zuge seiner Diplomarbeit mit der Geschichte des Barocken Gartens und erarbeitete dabei ein Konzept, das die ursprünglichen barocken Strukturen wieder aufnahm – wenn auch unter dem Aspekt einer leistbaren Bewirtschaftung.

Beeindruckende Alleen
Als Hauptstrukturen prägend sind zwei sehr alte Alleen. Der Baumbestand ist in bester Form erhalten und teilweise über 200 Jahre alt. Zum einen zieht sich die rund 450 m lange, vollkommen geschlossene Kastanienallee durch das Anwesen zu den Resten der barocken Wasserspiele bis an den mäandrierenden Bachlauf, zum anderen finden Besucherinnen und Besucher zauberhafte Plätze unter dem Blätterdach der Lindenallee. Diese Winterlinden wurden gegen die üblichen Pflegemaßnahmen früherer Zeiten nicht beschnitten, weisen also keine Kugelformen auf, sondern konnten freie, mächtige Kronen entwickeln.

„Die großen, alten Winterlinden im Schlosspark Greillenstein sind ein besonderes Juwel. Gäste erzählen uns immer wieder von einer unbeschreiblichen Kraft und Ruhe, die von diesem Ort ausgeht“,


erzählt Elisabeth Kuefstein. „Das Verweilen unter den Linden lässt Kinder ruhiger werden, und ältere Menschen schöpfen Energie, als hätten sie einen dreiwöchigen Urlaub hinter sich. Wir sollten dieses Phänomen aus geomantischer Sicht untersuchen lassen.“ Interessant ist auch, dass die Lindenallee über ein imposantes barockes Gittertor aus Schmiedeeisen quer durch den von einer Mauer umgebenen Obst- oder Lustgarten führt.

Barocke Zwerge
Noch aus der Barockzeit stammen Zwergen-Skulpturen aus Stein. Damals standen sie etwa 500 m entfernt vom Schloss bei den Wasserspielen. Leider führte eine öffentliche Straße durch diesen Bereich und die Statuen wurden immer wieder beschädigt. Man platzierte sie deshalb um 1900 direkt neben das Schloss, doch auch an dieser Stelle waren sie nicht sicher, da einige gestohlen wurden. Heute befinden sich alle aus dieser Zeit erhaltenen Zwerge im Schloss. Alljährlich findet hier die Zwergentagung „Nanologica“ statt – eine einzigartige, mittlerweile international bekannte und sehr spezielle Veranstaltung.

Der Zwergengarten
Um jedoch den Gedanken des Zwergengartens wiederzubeleben, entschloss sich das Ehepaar Kuefstein kurzerhand, einen Zwergengarten der anderen Art einzurichten. Künstlerinnen und Künstler schufen dafür Zwergenfiguren, die allesamt aus Märchen und Sagen entnommen sind. Diesem Garten wohnt nicht nur mythisch, sondern auch botanisch gesehen ein Zauber inne. Der Schattengarten bietet im Schutz hoher Bäume vielen Pflanzen ein milderes Kleinklima, als dies im Waldviertel üblich ist. Hier wachsen fünf verschiedene Arten des Pfaffenkapperls (Euonymus) und z.B. der Wollige Schneeball (Viburnum lantana), die in rauer Lage normalerweise nicht gedeihen würden.






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