Schau! Garten Familie Lillich
Fruchtbarer Pachtgarten als Augenschmaus
Ihr Leben lang träumten die Lillichs von einem eigenen Garten. Johann Lillich arbeitete fast drei Dekaden bei den Wiener Linien, seine Frau war als Heimhilfe beschäftigt. Zum Gärtnern blieb weder die Zeit, noch waren Grund und Boden dafür da.
„Ich habe meinem Mann immer gesagt: Wenn wir in Pension sind, möchte ich einen Garten haben, um mir das Gemüse selbst anzubauen!“
erzählt Anna Lillich ihre ganz persönliche Gartengeschichte – und wo ein Wille ist, da ist auch ein Weg. Diese alte Weisheit trifft auf das Ehepaar wahrscheinlich wie auf kaum jemand anderen zu. Denn obwohl sie keinen eigenen Grund besaßen, erfüllten sie sich ihren lange gehegten Wunsch: Ein Stück Ackerland im Bereich des ehemaligen Bahnhofs wurde gepachtet und darauf mit viel Liebe und Geschick der Traum vom eigenen Garten verwirklicht.
Vorne Park, hinten Nutzgarten
Der vordere Teil des Gartens mutet durch eine Reihe riesiger Pappeln fast parkähnlich an. Etwas weiter hinten befindet sich, durch einen Holzlattenzaun geschützt, der private Bereich, wo sich Sommerblumen und diverses Gemüse ein buntes Stelldichein geben. „Wir haben einen richtigen Bauerngarten und setzen die Blumen zwischen das Gemüse“, erzählt Frau Lillich. Was früher Ackerland war, dient heute der Selbstversorgung mit Karotten, Sellerie, Gurken, Tomaten und Küchenkraut. Alles wird verwertet, denn Anna Lillich ist Meisterin der Vorratswirtschaft.
Lieblingsblumen
Zur Rosenblüte, so zeigt sich die stolze Besitzerin überzeugt, ist auch ihr Garten am schönsten. „Zweimal wurden die Rosen schon als Kulisse für Hochzeitsbilder verwendet“, verrät die Hobbygärtnerin. Auch Blumenzwiebeln, Knollen & Co sind ihre Leidenschaft. Gladiolen, Canna und Dahlien blühen im Sommer miteinander um die Wette und werden im Winter neben Töpfen in Erdkeller und Haus gelagert. Einjährige Sommerblumen – bevorzugt klassische Arten wie Pelargonien – setzen da und dort Akzente im Garten.
Viele Vögel und eine Katze
Johann Lillich pflegt neben seinen Pflanzen hingebungsvoll auch seine Tiere. Tauben und Sittiche leben in großen Käfigen im Garten der Familie. Dazwischen tummeln sich hübsche Bramahühner und – gut bewacht – die Hauskatze. „Wir sind ja noch jung, hat der Verpächter gesagt, und können das alles gut schaffen“, äußert sich Anna Lillich verschmitzt zum Arbeitsaufwand – wenn auch manchmal schon das liebe Kreuz schmerzt.


