Natur im Garten





Stift Geras

2093 Geras
Tel.: 02912/ 345-289
E-Mail: info@stiftgeras.at
Homepage: www.stiftgeras.at




frei zugängig

Info

nahe Stift Geras:
Kräuterpfarrer-Weidinger-Zentrum
Hauptstraße 16/17
3822 Karlstein an der Thaya 




Schau! Garten Stift Geras

Im Kräutergarten Gottes

 

Der Kräutergarten im ehemaligen Heimatstift des allseits bekannten Kräuterpfarrers Hermann Weidinger in Geras wurde vor über 30 Jahren als typischer Klostergarten angelegt. Basierend auf historischen Quellen wie etwa dem berühmten Klosterplan von St. Gallen, entwarf die heutige Direktorin der Bundesgärten in Wien-Schönbrunn DI Brigitte Mang – damals noch freischaffende Landschaftsarchitektin – einen Kräutergarten mit klösterlicher Tradition sowie den Prälatengarten.

„Hermann Weidinger hatte sich fundiertes Wissen angeeignet und legte gemeinsam mit seinen Mitbrüdern den Kräutergarten an“,


erzählt Prior Benedikt, der nun in die Fußstapfen des bekannten Kräuterexperten tritt. Neben Kulturformen von Heil- und Gewürzkräutern wie Majoran und Thymian, Bohnenkraut und Ysop, Liebstöckel und Estragon finden sich auch heute noch viele heilkräftige Wildpflanzen wie Huflattich, Arnika, Johanniskraut und Frauenmantel.

Begehbares Lexikon
Auch auf die Heilkräfte von Bäumen und Sträuchern wird nicht vergessen. Den Giftpflanzen, meist sehr hübschen Gewächsen, ist ein eigenes Beet gewidmet. Die ausgezeichnete Beschilderung mit deutschen und botanischen Namen sowie Angaben zur Wirkung machen aus dem Kräutergarten des Stiftes ein begehbares Lexikon der Volksheilkunde.

Der Kräuterpfarrer
Hermann-Josef Weidinger (1918 – 2004) wurde als Waldviertler Bauernkind geboren. Nach 15 Jahren Missionarstätigkeit in China, die ihn sehr prägten, trat er in das heimatliche Stift Geras ein und wurde Seelsorger in Harth, Volksbildner und schließlich Kräuterpfarrer. Mit seinen Vorträgen landauf, landab, Artikeln in den Medien und seinen Büchern erreichte er tausende Menschen, denen er den Gebrauch der Heilkräuter ans Herz legte.

Das Weidinger-Zentrum
Als in Karlstein der noch junge Verein „Freunde der Heilkräuter“ 1979 nach dem Tod des Gründers Pfarrer Karl Rauscher verwaist war, war der Ruf nach dem Pfarrer von Harth naheliegend. Die Naturverbundenheit Weidingers, seine Erfahrungen im östlichen Ausland, sein Kräutergarten und sein Studium, aber auch seine Lebensweisheit waren die beste Voraussetzung. Er verstand es, für jeden Menschen das passende Mittel zu finden, wobei er auch den Kontakt mit Ärztin oder Arzt und mit Apothekerin oder Apotheker pflegte. Das Weidinger-Zentrum entwickelte sich zu einem Ort für Körper und Seele. Heute tritt Prior Benedikt das Erbe an und schreibt wie einst der Kräuterpfarrer am Schreibtisch im Stift Geras für diverse Medien.

Historische Gärten des Stifts Geras
Gärtnerische Ambition neben aller Kräuterprominenz zeigen auch die Höfe des Stiftes. So werden im ersten Hof mit Oleander, Feigen, Zitronen, Oliven und Granatapfel in Eichenkübeln die gekiesten Wegachsen rund um einen Springbrunnen markiert, und es entfaltet sich ein Hauch von Süden. Efeu und wilder Wein begrünen nach und nach die hohen Mauern, an deren Basis hübsche Rabatten mit überwiegend heimischen Stauden und Sträuchern angelegt sind. Eine mächtige Blutbuche und Hängeweiden geben im zweiten Hof den Ton an. In deren Schatten auf dem Rasen oder an den warmen Stufen des Sandsteinbrunnens lässt es sich ausgezeichnet rasten!






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