Schau! Garten Kräuterhof Eichinger
Alles über Kräuter und noch einiges mehr
Im nördlichen Waldviertel, auf ca. 750 m Seehöhe, liegt der Kräuterhof von Anna Eichinger. Das Klima hier ist nicht gerade ideal für Kräuter, die wir gedanklich mit warmen Böden und sonnigen Standorten verbinden. Doch ein Blick über die üppig wachsenden Pflanzen in Frau Eichingers Kräutergarten beweist uns das Gegenteil. Sie fühlen sich hier offensichtlich wohl, die orange leuchtenden Ringelblumen, die blauen Kornblumen und die rot blühende Goldmelisse ebenso wie Pfefferminze, Thymian, Majoran und Salbei.
Kräuter, nicht Gemüse
Was ursprünglich als „normale“ Nebenerwerbslandwirtschaft geführt war, wurde 1987 zum Kräuterhof. „Eigentlich wollte ich damals einen großen Gemüsegarten anlegen und mich im Gemüseanbau versuchen“, erzählt Frau Eichinger. „Es wurden aber dann doch die Kräuter, für die ich mich auch schon länger interessierte.“
Nach einem vorhergehenden Versuchsanbau auf ein paar wenigen Quadratmetern wurde die Fläche jedes Jahr erweitert und der Kräuteranbau ein voller Erfolg – so entstand der „Kräuterhof Eichinger“.
Bunte Vielfalt
Auf ca. 1500 m2 wachsen hier Jahr für Jahr an die 25 verschiedene Tee-, Gewürz- und Heilkräuter. Neben den bereits erwähnten Kräutern zählen dazu Eibisch, Maggikraut (Liebstöckel), Petersilie und das wärmeliebende Basilikum.
Sie alle werden nach der Ernte direkt am Hof zu Gewürz- und Teemischungen sowie Gelees weiterverarbeitet und auch ab Hof verkauft.
„Ich habe aber auch das eine oder andere ´Kraut`, das nicht weiterverarbeitet wird, sondern nur zum Ansehen dasteht. Meine Gäste lernen natürlich auch diese Pflanzen kennen, etwa den Gelben Enzian (Gentiana lutea), der heute bereits recht selten geworden ist und daher auch unter Naturschutz steht“, erzählt Anna Eichinger.
Rund ums Haus verzaubern Sommerblumen und Fuchsien mit ihrer Blütenpracht. Da ist es ganz klar, dass Frau Eichinger bei ihren Gartenführungen neben ihrem großen Kräuterwissen auch mit Tipps für den Blumengarten aufwarten kann.
Natürlich „bio“
Der Anbau am Kräuterhof erfolgt kontrolliert biologisch und nach ökologischen Prinzipien. Die nachhaltige Bodenpflege ist ebenso selbstverständlich wie die biologische Düngung mit Kompost und Urgesteinsmehl. Weil Mischkultur die Pflanzen gesund hält, gedeiht zwischen den Kräuterreihen auch so manches Gemüse. Regelmäßige Gründüngung sorgt dafür, dass sich der Boden gut erholen kann.
Gesundheit aus der Natur
„Ich trinke meine gemischten Kräutertees selbst das ganze Jahr hindurch. Sie helfen bestens durch den kalten Waldviertler Winter“, meint Frau Eichinger lächelnd.
Die bunten Kräutermischungen mit den ausdrucksstarken Namen „Gmiadlich sama“, „Morgenfrische“, „Saubermacher“ oder „Winterfit“ möchte man am liebsten gleich der Reihe nach durchprobieren, und auch den „Kräutern auf süße Art“ – z.B. Holunderbeeren, Birnen-Minze, Betthupferl und Löwenzahn – sieht man die wohltuende Wirkung förmlich an. Und wer möchte, nimmt sich auch noch einen Kräuterpolster für den wohligen Schlaf mit.


