
Johann Jindra
3653 Weiten 120
Tel.: 02758/ 8292
E-Mail: jindra@sonnenuhren.com
Homepage: www.sonnenuhren.com
Besichtigung nur mit Führung
Öffnungszeiten April bis Oktober
Montag bis Freitag
8.00–12.00 Uhr & 14.00–18.00 Uhr
Samstag
8.00–12.00 Uhr
Samstag Nachmittag, Sonntag und
Feiertags nur nach Vereinbarung
Nov. bis März: gegen Voranmeldung

Kostenbeitrag:
Erwachsene: € 4,50
Kinder: € 2,-- (6 – 15 J.)
Gruppen ab 20 Personen: € 4,--/ Person
Schau! Garten Jindra
Der Sonnenuhrengarten
Alles im Garten, ob Blume oder Baum, braucht Sonne. Für die Familie Jindra hat die Sonne besondere Bedeutung. Über 40 verschiedene Sonnenuhrenmodelle werden seit 1858 in der eigenen Schlosserei in Weiten hergestellt. Im Zuge einer Führung kann man die Sonnenuhren im Schaugarten sowie im Sonnenuhrenhaus besichtigen und erhält dabei interessante Informationen. Faszinierend sind Unikate wie Whisky-, Wasserstrahl-, Sonnenwinkel-, Satschüssel- oder die minutengenaue Sonnenuhr. Speziell für Familien gibt es eine Rätselwanderung zu diesem Thema inklusive Basteln einer kleinen Sonnenuhr.
„Antike Sonnenuhren übten eine große Faszination auf mich aus. Ich studierte alte Bücher und Skizzen und begann eigene Berechnungen anzustellen“,
erzählt Johann Jindra sen. über den Beginn der ungewöhnlichen Geschäftsidee. Mehrere Jahre sollte es dauern, bis die erste schmiedeeiserne Wanduhr gebaut wurde. „Der Erfolg spornte mich an. Heute gibt es meine Sonnenuhren in den verschiedensten Formen und Materialien.“
Tausende Jahre alt
„Die Geschichte oder Erfindung der Sonnenuhren könnte mit der Entstehung der Erde gleichgestellt werden“, erläutert Jindra senior weiter. „Die Sonnenuhr gilt eigentlich als `erfunden´, seit die Sonne ihren ersten Strahl sandte und Felsen oder Bäume ihren ersten Schatten warfen.“ Im 17. Jahrhundert erreicht die Kunst des Sonnenuhren-Baues ihre Hochblüte.
Sonnenuhren für Gärten
Dem findigen Schlosser Jindra fiel ursprünglich ein Buch aus dem Jahr 1750 in die Hände – „Die Kunst, Sonnenuhren auf das Papier oder die Mauer zu zeichnen.“ Als Schlosser wollte er schon bald die Funktion der Sonnenuhr von der Ebene auch in die räumliche Dimension übertragen. Im Laufe der Jahre entwarf Herr Jindra verschiedene Modelle, die sich in Gärten nicht nur als Zeitmesser, sondern auch als Blickfang eignen.
Raffinierte Ausführung
Das Modell „Radius“ etwa ist in modernem Stil und blauer Farbe gehalten, Ziffern und Mittagslinie sind in Gold ausgeführt. Als Besonderheit zeigt diese Sonnenuhr die Winter- und Sommer-Sonnenwende sowie Frühlings- und Herbstbeginn. Die Sonnenuhr „Horizontal“ wird in einer Tischform waagrecht gehalten. Der Schatten des kleinen Zeigers, Gnomon oder Polstab genannt, weist neben der Stundenangabe auch auf jeden 21. des Monats hin. Aber auch das Datum eines beliebigen Tages im Jahr kann angezeigt werden.
Modell Wasserstrahl
Der Wasserstrahl ersetzt hier den Zeiger. „Bei Gartenführungen erkläre ich erst die Funktion, bevor ich den Wasserstrahl einschalte. Es gibt immer überraschte Gesichter“, erzählt Johann Jindra jun., der heute die Schlosserei erfolgreich weiterführt. Das dazugehörige Glockenspiel wird mit einem Wasserrad betrieben, und es ertönt zudem die Europahymne, die „Ode an die Freude“.
Spielereien mit Wasser, Musik und Wunschdaten werden bei der Familie Jindra gerne in Individual-Anfertigungen einbezogen. Möge noch lange die Sonne scheinen!

