Natur im Garten





Maria Koller
Rafles 2
3653 Weiten
Tel.: 02758/ 2585




Gartenführungen von Mai bis September gegen Vereinbarung. Im Juni und Juli Höhepunkt der Kräuterzeit

Info

€ 3,-- pro Stunde und Person
(ab 4 - 5 Personen)

Schau! Garten Heilkräuterschaugarten Rafles

Ein Leben mit Kräutern

Mit ihren 81 Jahren klingt Maria Koller so munter wie ein „junges Pupperl“, wenn sie zu ihrer Gartenführung durch „Blumen, Kräuter und Gezier“ einlädt. Im malerischen Weitental, oberhalb der Ruine Streitwiesen-Rafles, liegt der Garten von Maria Koller, umrahmt von alten Streuobstbäumen und etwa 1 Hektar groß.

470 Pflanzenschilder
Hier trifft das milde Klima der nahen Wachau auf die würzige Luft des Waldviertels und lässt in den terrassenförmig angelegten Beeten an die 300 verschiedene Heil- und Gewürzkräuter gedeihen. 470 Schilder mit deutschen/lateinischen Pflanzennamen zeugen von der bunten Pflanzenvielfalt, zusammengefasst in „Kräuter für den Tee“, „Kräuter, die der Schönheit dienen“ und als Abschluss – rund um das Haus – „Kräuter, die würzen und heilen“. Dazwischen wachsen Weinstöcke und die besonderen Lieblinge der Hausherrin: verschiedene Pfirsichsämlinge, die zu unterschiedlichen Zeiten reifen.
„Die Arbeit mit den Kräutern hält körperlich fit, und allerhand denken muss man ja auch dabei“, beantwortet Fr. Koller schmunzelnd die Frage, wie das in ihrem Alter alles zu schaffen sei. Für schwere körperliche Arbeiten gibt es helfende Hände; außerdem setzen zwei Enkelinnen, beide Lehrerinnen, die Familientradition fort. „Sie beschäftigen sich mit Kräutern und helfen mir auch im Garten,“ erzählt die Oma stolz.

Kräuterwissen weitergeben
Seit 56 Jahren ist Maria Koller botanisch interessiert, besuchte andere Kräutergärten in Österreich und Deutschland, und lernte auch von Kräuterpfarrer Weidinger. Sogar eine Ersttagsbriefmarke der Kräutergärtnerin ist erschienen. Sie fährt immer noch gerne in den „Arche Noah“-Schaugarten und freut sich, dass mit der GARTEN TULLN so ein wunderbares Projekt verwirklicht worden ist. „Das Schönste ist, wenn das Wissen der `Alten´ gehört und übernommen wird“, freut sie sich über das große Interesse, das Kräuterpflanzen jetzt wieder entgegengebracht wird.

„Gegen jedes Wehwehchen sind mehrere Kräuter gewachsen – man muss sie nur kennen!“


Die Liebe zu Kräuterpflanzen ist ihr in die Wiege gelegt; schon ihre Mutter eignete sich in den Gärten von Stift Melk großes Kräuterwissen an. 

Als Mitglied des Vereins „Freunde naturgemäßer Lebensweise“, der sich seit ca. 30 Jahren für die Wissensvermittlung zur Heilkraft der Pflanzen engagiert, hat Maria Koller hier auch einen zweijährigen Kräuterkurs mit Zertifikat zur FNL-Kräuterfachfrau absolviert. Die Abschlussprüfung fand im Gurktal und natürlich im Freien statt, auf den Bergen und inmitten allerlei herrlicher Wildkräuter.

Von Kräutern & Bienen
Viele, viele Pflanzenbücher in den Regalen zeugen von reichem Kräuterwissen, und eines hat Maria Koller selbst geschrieben. Es trägt den Titel „Ein Leben mit Heilkräutern“.
Neben den Kräutern gilt ihre Leidenschaft den Bienen: 52 Jahren lang hat sich Fr. Koller in ihrem Garten als Imkerin betätigt. „Bienen und der große Kräutergarten, das freut mein Herz. Die Bienen wissen, das ich ihre Königin bin!“, erzählt sie lachend. Aus den wohltuenden Kräutern bereitet sie Tees, Ansätze und Salben. „Aber Kräuter sind nicht nur Heilpflanzen, sondern ihre Blüten und ihr Duft sind auch Freude und Balsam für Auge und Seele!“






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